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  • Ernie - Ernst Scheiner

Glen Scotia. History. The Making of Whisky

Aktualisiert: 22. Apr. 2022


Glen Scotia in Campbeltown setzt wieder neue Maßstäbe


Eine graue Maus wandelt sich in einen flüssigen Diamanten


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Die Halbinsel Kintyre war das viktorianische Zentrum der schottischen Whisky-Herstellung. Mehr als dreissig Brennereien destillierten in Campbeltown Spirits
für die Blend Centres in Glasgow und Belfast.

“Mull of Kintyre / Oh, mist rolling in from the sea / My desire is always to be here / Oh, Mull of Kintyre...” schallte es 1977 aus den Radios und machte Paul McCartneys Song für zehn Wochen zur Number One in den deutschen Charts. Das Kap im Südwesten Schottlands, gegenüber Irland und südwestlich von Glasgow gelegen, wurde weltberühmt. Aus der World Whisky Capital wurde nach Jahrzehnten des Niedergangs ein Ort der Beschaulichkeit und des Verfalls. Nur noch drei Brennereien produzieren einen Spirit aus gemälzter Gerste: Glengyle, Glen Scotia und Springbank.


Campbeltown. Scottish Centre of Whisky Distilling

Als der englische Journalist und Chronist Alfred Barnard 1885-86 im Auftrag der Wirtschaftszeitschrift Harper’s Weekly Gazette die Whisky-Brennereien des Vereinigten Königreichs bereiste, beschrieb er detailreich 162 produzierende Whisky-Destillerien, darunter alleine einundzwanzig in Campbeltown. Klangvolle Namen wie Albyn, Benmore, Dalaruan, Glen Nevis, Riechlachan u.a. belegten die große Beliebtheit der Whiskies aus Kinlochkilkerran, wie die Stadtbezeichnung des Royal Burgh bis ins 17. Jhd. einmal lautete. Heutzutage sucht der Whisky-Liebhaber nach diesen Brennereien vergebens, denn sie überlebten, wie viele ihrer irischen Nachbarn, den in den 1920ern mit der amerikanischen Prohibition und der Weltwirtschaftskrise einsetzenden Niedergang nicht.




Der Standort mit einer natürlichen Hafenbucht war ideal. Leere Fässer der schottischen und irischen Whisky-Blender und Wein-Importeure sowie Gerste aus den Lowlands, England, Irland und vom europäischen Festland konnten leicht angelandet werden. Mit vollen Whisky-Fässern kehrten die dampfbetriebenen Clyde Puffers in die Whisky-Blend-Centres von Glasgow und Belfast zurück. Whisky, Schiffsbau, Viehzucht, Fischfang und ein reger Handel machten die von ihren Einwohnern charmant umschriebene Wee Town - kleine Stadt- zu der prosperierenden Wirtschaftszone im Westen Schottlands. Der rasch wachsende Wohlstand der Bürger, Bauern, Brauer und Brenner spiegelte sich in der viktorianischen Architektur der Bürgerhäuser, Geschäfte, Hotels und der öffentlichen Gebäude wieder. Geld spielte keine Rolle. Die angesagten Glasgower Architekten John Burnet, Thomas Watson oder Henry Clifford entwarfen ein Stadtbild, dessen rotes Sandsteingesicht noch heute an die Metropole am River Clyde erinnert.


Usquebaugh, die Wurzeln

Seit den Lord of the Isles, deren Herrschaftsgebiet Kintyre umfasste, wurde ein Wasser des Lebens - uisqe beatha, Irisch uisce beatha - gebrannt. Vermutlich kam die Destillierkunst aus Irland. Bis heute hält sich die Mär, der irische Mönch Columba hätte im 6. Jhd. neben dem christlichen Glauben die Kunst der Destillation nach Schottland gebracht. Der Heilige hatte zwar bei Southend den Boden Kintyres betreten, aber ein Wasser des Lebens hatte er neben einer Bibel nicht im Gepäck.


Neue Festival Bottle 2018. Gesuchte Überraschung.


Neue Erkenntnisse machen die belesenen irisch-stämmigen Mediziner der Lord of the Isles, die MacBeathas oder Beatons zu Alchemisten. Sie übten angeblich das Destillationswissen der spanischen Mauren im 13. Jahrhundert in Islay aus und brachten es nach Schottland. Die Voraussetzungen in der Region Argyll waren günstig, denn Bere, eine vierreihige Gerstenart wuchs prächtig, fand sie doch in der Regel beste Anbaubedingungen vor: feuchtes Klima bei der Aussaat, mineralreichen Boden und lange Sonnentage im Sommer. Wasser und Torf gab es zum Destillieren im Überfluss. Die Gerste wurde gemälzt, um daraus ein rauchiges Bier zu brauen, welches mit lokalen Gewürzen oder importiertem Ingwer aromatisiert und geschmacklich verfeinert wurde. Bier ist ja bekanntlich die Grundlage für das Brennen eines Whiskys.




Zum Gründungsjahr von Glen Scotia schreibt der aktuelle Manager Iain McAllister: "...changed the year after a little research from 1835 to 1832...this was confirmed with the original deed not long after..."

Es war daher kein Wunder, dass sich in Kintyre vom 13. bis 18. Jhd. eine florierende Zunft von Schwarzbrennern entfaltete. Rund 70 small-vessel-distillers zählte Robert Armour von 1811 bis 1817. Der Kupferschmied dengelte damals 40 Gallonen große Brennblasen mit Head, Lyne Arm und Worm Pipe. Armour führte über die Menge der von ihm gearbeiteten „Smuggler’s Kettle“ genauestens Buch. Selbst in den bis in das Jahr 1769 zurückreichenden Akten des Campbeltown Burgh Courts finden sich zahlreiche Hinweise auf Whisky und dessen heimliche Destillation. So konfiszierten die Royal Exisemen 147, vorwiegend aus Kupfer, aber auch aus Zinn und Guss bestehende Brennkessel. Thomas Pennant schreibt in seinem 1772 veröffentlichten Reisebericht A Tour of Scotland and the Western Isles, dass die Einheimischen verrückt nach Alkohol waren, da „sie ihr Brot lieber in Gift (er meinte usquebaugh) verwandelten.“




Die Crosshill Farm musste 1636 eine jährliche Pacht in der Höhe von „six quarts of aquavitae” an die Gemeindeverwaltung von Lochhead (heute Campbeltown) entrichten. In anderen Dokumenten wird beschrieben, dass der Laird of Calder, Alex Campbell, im September 1591 einen Krug gefüllt mit Wasser des Lebens als Pachtzins erhielt. Der feudale Grundbesitzer konnte nicht erahnen, dass sich Campbeltown einmal im 19. Jhd. zu einem Spirituosenzentrum mit bis zu 34 aktiven Brennereien entwickeln würde. Vermutlich seit 1798 war eine der ersten legalen Whisky-Distillery mit dem sprichwörtlichen Namen The Campbeltown aktiv. Eine zweite mit gleichem Namen in der Longrow gelegen, wurde wenige Jahre später von John Beith & Co. 1815 gebaut. Beide waren sie die Vorläufer des legalen Distillery Booms in Campbeltown. Als 1823 die neue Gesetzgebung den Erwerb von Brennlizenzen erleichterte, sollten in den Folgejahren mehr als zwanzig legale Brennereien folgen. Aus Schwarzbrennern wurden angesehene wohlhabende Whisky-Bürger.


Glen Scotia, Tal der Schotten

Das Lächeln von Iain McAlister deutet es an. Er ist glücklich und stolz als Manager, die Geschicke der Brennerei in der High Street noch immer zu leiten. Seit März 2008 ist er das pulsierende Herz einer von seinen Vorgängern vernachlässigten Produktionsstätte. Der am Campbeltown Loch geborenen und aufgewachsene Iain ist ein Glücksfall. Aus der Wasserwirtschaft kommend, hatte der Verfahrenstechniker mit seiner Begeisterung für die örtliche Whisky-Historie das Kleinod Glen Scotia am Leben erhalten. Sie war sein Einstieg in die Whiskyherstellung:


„Als ich durch die Tür ging, war das einer meiner glücklichsten Momente im Leben.“

Sein großer Ehrgeiz, Enthusiasmus und die Motivation schufen ein Klima der Beharrlichkeit, in dem er mit wenigen Mitteln ein erstklassiges Gerstendestillat brannte.


Vibrant Distillery Manager Iain McAllister in 2016


Das war nicht immer so. Um die Jahrtausendwende 2 000 glich die Distillery einer nur notdürftig am Leben erhaltenden Anlage. Der morsche Heizkessel machte ihm und seinem Ein-Mann-Team immer wieder große Sorgen. Mitten im Destillationsvorgang gab er seinen Geist auf. Die Spirit Still erkaltete. Der Mittellauf hörte auf zu sprudeln - eine Katastrophe! Erst 2013 wurde die mehr als dreißig Jahre alte Heizanlage erneuert.


Vieles lag bei Glen Scotia im Argen. Die häufigen Besitzerwechsel hinterließen ihre abträglichen Spuren. Farbe vergilbte, Putz fiel von den Wänden, Leitungen rosteten, den seit der grundlegenden Renovierung in den Jahren 1977 bis 1982 - A. Gilles & Co. - wurden von den Eigentümern nur wenige Erhaltungsmaßnahmen ausgeführt. Mit einem Investitionsvolumen von mehr als einer Million Pfund baute man damals neue zwiebelförmige dampfbeheizte Brennblasen - Wash Still 11800 Liter, Spirit Still 8600 Liter - und stählerne Washbacks ein. Der Gärprozess erfolgte nicht mehr in Bottichen aus Kiefern- oder Lerchenholz, sondern, wie es der Zeitgeist wollte, in Fermentern aus Cor-Ten Steel. Diese patentierte amerikanische Stahlsorte wurde im Behälterbau in der Whisky-Industrie gerne verwendet, obwohl sie korosionsanfällig und nickelbelastet war. Daher wurden die sechs rostigen Washbacks 2012 durch rostfreie hygienische Stahlbottiche ausgetauscht. Mittlerweile werden drei weitere jeweils 25 000 Liter große außenliegende stainless steel fermenter betrieben.




Neuanfang

Ein Jahr zuvor wechselte die Destillationstechnik von den traditionellen außenliegenden worm tubs zu pflegeleichten und effizienten wassergekühlten Röhrenkondensatoren. Der 2,7 Tonnen Grist fassende mit Rührrechen aus Cort-Ten Stahl betriebene gusseiserne Läuterbottich überstand die Austauschphase. Lediglich neue Zähne aus Messing wurden montiert. Das Erscheinungsbild glich 2013 dennoch eher einem Industriedenkmal als einer modernen Malt Distillery. Sie dokumentierte Vergangenes. Das Geld zur Instandhaltung war stets knapp. Der Betrieb fuhr mehr oder weniger auf Sparflamme. Der Eigentümer Sandy Bulloch zeigte wenig Interesse an der kontinuierlichen Entwicklung von Glen Scotia. Der über Achtzigjährige ehemalige Inhaber eines Lebensmittelgeschäfts in Argyllshire wollte sich von der ungeliebten Distillery trennen. Investoren wurden hellhörig. Der Whisky-Boom machte sie auf das Objekt aufmerksam. Sie erkannten das im Objekt schlummernde wirtschaftliche Potential. Glen Scotias Einzigartigkeit ließe sich bestens vermarkten. Ein polierter neuer Spirit Safe wird zum Symbol der Wiedergeburt.


Victorian Technology. Rake and Plough Mash Tum


Iain McAlister konnte wieder strahlen. Im März 2014 kaufte die Investorengruppe Exponent Private Equity Partners Gp Ii aus Edinburgh die Brennerei. Colin Matthews, einem ehemaligen Manager von Imperial Tobacco gelang es ein Team von Whisky-Managern, darunter die ehemaligen Diageo-Finanzchefs Nick Rose und Richard Miles, zu formen, das ein managment-buy-in anstrebte. Investives Kapital gab es reichlich, denn ihr Entwicklungsplan überzeugte. Exponent erwarb neben Scotia gleichzeitig die Loch Lomond Distillery in Alexandria sowie die Glen Catrine Bonded Warehouse Ltd. in Mauchline. Zahlen des privaten Deals wurden nicht bekannt. Sie dürften im höheren dreistelligen Millionenbereich liegen. Die neuen Eigentümer verfolgten große Pläne. Sie investierten viel Geld in die Erneuerung der Anlagen, vergrößerten die Produktion, entwarfen einen neuen Marktauftritt und erschienen mit zehn attraktiv gestylten Abfüllungen auf dem Weltmarkt. 2016 standen die Glen Scotia Single Malts - Double Cask, 15 year old, Victoriana - bereits in den lukrativen Liquor Stores der USA.


Ein Blick zurück

"Hilfe, hier spukt es." Der Geist des unglücklichen Duncan MacCallum durchweht das alte Gemäuer. Ein Mythos ohne Wahrheit. Hatte sich doch der ehemalige Besitzer von Glen Scotia am 23. Dezember 1930 als Folge seines angeblichen Bankrotts just im Crosshill Loch am Fuße des Beinn Ghuilean ertränkt, aus dem seine Distillery noch heute das weiche Produktionswasser bezieht. Fest steht, dass der lebensmüde 83-jährige unverheiratete Duncan sich im Crosshill Reservoir ertränkte. Die Gründe für den selbstgewählten Tod sind nicht bekannt. Sicher ist, dass er ein Erbe von 284 000 Pfund – nach heutigen Maßstäben ein Multimillionär – hinterließ. Bereits sein Vater Peter hatte in das örtliche Brennereigewerbe investiert.


Das Reservoir wurde 1868 erbaut um alle Brennereien der Stadt ausreichend mit Wasser zu versorgen. Dieses brauchten die Brauer und Brenner von Campbeltown reichlich. Der Distiller und Gründer der Glen Nevis Brennerei MacCallum hatte 1891 erstmals Scotia erworben, sie 1897 teilweise abgerissen und neu gebaut. Bereits im Rentenalter angekommen, verkaufte er im November 1919 die Glen Nevis an die neu-formierte West Highland Malt Distilleries Ltd. und wurde sogleich einer ihrer Direktoren. Das unternehmerische Glück sollte WHMD kurz darauf verlassen.




Der Plan, durch den Erwerb von sechs örtlichen Brennereien – Scotia, Glen Nevis, Glengyle, Kinloch, Dalintober, Ardlussa -, die Betriebskosten zu senken, um so die Existenz der Brennereien und ihre Erträge langfristig zu sichern, schlug fehl. Nach dem Konkurs der Gesellschaft im Jahre 1924 kaufte MacCallum als Siebenundsiebzigjähriger die insolvente für ihn persönlich so wichtige Scotia-Distillery mit seinem Privatvermögen zurück. Die sich andeutende Weltwirtschaftskrise und die von ihm vollkommen unterschätzen nachteiligen Auswirkungen der amerikanischen Prohibition beschleunigten den finanziellen Ruin des angesehenen Bürger-Brenners. Der Zusammenbruch des weltweiten Handels sowie rapide schwindende Einnahmen trotz einer Steigerung der Produktion von - größtenteils minderwertigen - Whiskys führten zur Insolvenz. 1928 erloschen die Feuer unter den Brennblasen für zwei Jahre. Duncans grausamer Tod stand sinnbildlich für das später heftig einsetzende Brennereisterben in der Stadt.


Neuer Name Glen Scotia

Ihr Name wurde aus dem Gälischen Glen Scoti, also Tal der Schotten, abgeleitet. Das Wort hat seine Wurzel im Lateinischen. Mit Scotia bezeichneten die Römer ursprünglich einmal Irland. Ab 200 v. Chr. siedelten die aus Ulster kommenden iro-keltischen Stämme Cenél Loairn, Cenél nÓengusa, Cenél nGabráin im nordwestlichen Schottland, in Argyll, auf Islay und bevölkerten die Halbinsel Kintyre. Sie wurden gemeinhin als Scoti bezeichnet, woraus sich später der geographische Name Scotland ableitete. Die in Campbeltown heimische Gründerfamilie Galbraith nannte sie seit ihrer Gründung 1832 schlicht Scotia.


Viele unglückliche Zeiten markieren die Geschichte des in der Nachbarschaft

der Brennereien Dalintober und Lochruan liegenden Unternehmens. Häufiger Besitzerwechsel und fehlendes Kapital verursachten Probleme und Ruhezeiten. Kurz nach Duncans Tod erwarben die Whisky Blender und -Händler Maurice und Joseph Bloch die Brennerei und tauften sie später 1934 in Glen Scotia um. Trotz der Prohibition machte das Brüderpaar mit dem Blended Whisky Ambassador de Luxe mit den Kernmalts Glen Scotia und Scapa gute Geschäfte in den USA. Maurice Blochs großartigen wirtschaftlichen Erfolge und Spenden machten ihn zum Knight (MBE) und zum „ungekrönten König“ der Glasgower jüdischen Gemeinde. Erst 1954 wurde die Bloch Brothers (Distillers) Ltd., seit 1936 Besitzerin der Orkney-Distillery Scapa, an den kanadischen Getränkegiganten Hiram Walker & Sons veräußert. Nur ein Jahr später ging Glen Scotia an die Glasgower Whisky-Blender A. Gillies & Co. (bei ihnen begann Dalmores berühmter Master Blender Richard Paterson die Karriere). 1984 erkalteten die Brennkessel. Der Spirituosenproduzent Gibson International übernimmt Glen Scotia und startet 1989 ohne Fortune die Destillation, die mit dem Konkurs 1994 wiederum ein jähes Ende erfuhr.


Still und kalt ist es im Brennraum

Die Familie Alexander Bulloch erwarb das Gibson-Portfolio 1994 Glen Scotia und Little Mill aus der Konkursmasse von Gibson International. Ihre 1974 gegründete Firma Glen Catrine Bonded Warehouse Ltd. war bereits seit 1985 Eigentümerin der Loch Lomond Grain- und Malt-Distillery. Diese versorgten die kleine Lebensmittelkette A. Bulloch & Co. (heute verkauft) mit den Blended Whiskys High Commissioner oder Clansman. Allerdings hatte der neue Besitzer an den Malt-Brennereien in Campbeltown und Dumbarton nur ein marginales Interesse. Sie erkannten das in ihr schlummernde Potential nicht und wollten beide wieder verkaufen. Glen Scotia wurde stillgelegt, Little Mill wurde 1996 abgerissen.




Nach diesen häufigen Besitzerwirren ist es umso erstaunlicher, dass Glen Scotia das massenhafte Brennereisterben in Campbeltown trotz der weltwirtschaftlichen und individuellen Katastrophen während der 1920er Jahre überlebte. Damals schlossen 17 Brennereien ihre Pforten für immer. Distillery Manager Iain McAlister hat dafür seine persönliche Erklärung parat: „Man war nur am schnellen Geld interessiert, die Qualität der Produktion litt daher erheblich. Die Whiskies waren oft schlecht. So etwas akzeptierten die Whisky-Blender auf dem schottischen Festland nicht, Campbeltown-Whisky ließ sich einfach nicht mehr verkaufen.“


Wiedergeburt. Es kocht wieder

Glen Scotias Neuanfang begann mit dem Interim-Engagement von Springbank. Mitte 1999 wurden von dem damaligen Springbank Distillery Manager Frank McHardy und seinem Team die Destillation für einige Wochen wieder angekurbelt. Die seit 1994 erkalteten Brennblasen wurden wieder von Springbanks Brewer Hector Gatt und Kollegen angeheizt. Gatt kannte sich aus, denn er hatte zuvor einmal dort gearbeitet. Natürlich war der Managing Director des Eigentümers Loch Lomond Distillery Group, Mitchell Sorbie, höchst erfreut, dass diese partnerschaftliche Zusammenarbeit zustande kam. McHardy konnte wegen einer Dienstreise in die USA, den ersten Spirit Run nicht selbst erleben und mitsteuern. Augenzeuge war vielmehr der Springbank-Eigentümer Hedley G. Wright.


Davon angestachelt setzte Alexander - Sandy - Bulloch, der eigentliche Besitzer der Brennerei, die Produktion ab 2000 mit zwei Personen fort. Der anerkannte Destillationsfachmann und jetzige Production Director der 2017 eröffneten Aberargie Distilery Allan Anderson beaufsichtigte von Alexandria aus die Geschicke der Brennerei. Anderson führte ab März 2008 Iain McAlister in die Geheimnisse der Destillation ein und wurde sein Mentor.




Im Jahr 2005 erschien auf dem Markt ein 12jähriger Single Malt aus alten Lagerbeständen, der sich unter Whiskyfreunden wegen seiner Fruchtigkeit und leichten phenolischen Note zu einem Geheimtipp entwickelte. Ein Jahr darauf kamen ein 17-jähriger sowie ein sechsjähriger Lightly Peated Malt dazu. Frank erinnert sich zurückblickend: „Das Malz wurde 1999 von Glen Scotia gekauft, es war kein Floor Malt von Springbank. Wir verarbeiteten ebenfalls ein leicht getorftes Malz mit 9 oder 10ppm.“ Eine 2005 erschienene 45 % Vol. starke Einzelfassabfüllung eines am 23. Juli 1999 von Springbank-Stillmen destillierten „Heavily peated“ Glen Scotia zählt zu den seltenen Sammlerstücken. Nur 330 Flaschen des im Bourbon-Cask gereiften Whiskys kamen auf den Markt.


Die Selektion


Weitere Releases des Jahrgangs 1999 sollten 2007 folgen. Die Normalisierung der Produktion begann im kleinen Stil allmählich 2008. Ein Zwei-Mann-Team brannte regelmäßig mit zwei zwiebelförmigen Pot Stills unter den widrigsten Umständen ein Getreidedestillat doppelt. Neben einem nicht getorften Malz verarbeiteten sie zeitweise ebenfalls ein getorftes Malz (15-30ppm) das von den Greencore Maltings in Buckie kam.



Wie es zu Zeiten des Besuchs von Barnard der Fall war, destillierte Iain McAlister einen peated spirit. Damals sah der Journalist noch drei mit Kohle direkt befeuerte Brennblasen - jeweils 1640, 850, 520 Gallonen groß -, was die Vermutung einer dreifachen Destillation des Malts zuließe. Mit den Umbauarbeiten um 1897 erfolgte eine Umstellung auf zwei Brennblasen.


Exkurs: Woher kam die Gerste?

Die Halbinsel Kintyre ist fruchtbar. Auf den flachen Feldern wächst die Gerste prächtig. Die schottischen Hauptanbaugebiete liegen jedoch in den Regionen East Lothian, Berwickshire, Perthshire, North East, Renfrewshire, Lanarkshire, Angus und Argyll.


Im 18. Jhd. wurden vornehmlich "..oats, barley, bere, wheat, turnips, potatoes, hay and kale" von den Kleinbauern angebaut. Es war größtenteils Handarbeit. Die Getreideernte mit der Sense war Personen- und arbeitsintensiv. Die wenigen Ochsen-, Esel- und Pferdekarren wurden für den Transport von Gerste, Hafer, Weizen in der Community untereinander geteilt und geliehen. Traktoren kamen gehäuft erst nach dem Zweiten Weltkrieg zum Einsatz. Nach der Landreform 1730-40 wurde die Pacht an den feudalen Tacksman vornehmlich in Naturalien entrichtet.



Die ersten Brennereien verarbeiten auf ihren Malzböden vorwiegend heimische Gerste.

Mit der Brennerei Blüte im 19. Jhd. stieg der Bedarf an Brenngerste rasant an. Die lokale Versorgung der Campbeltown Distilleries reichte nicht aus. Der natürliche Hafen des Campbeltown Loch erlaubte den Import großer Mengen per Schiff vom schottischen Festland, von England und Irland aber auch vom europäischen Kontinent. Der Heimatforscher Angus Martin berichtet im Heft Glen Scotia Distillery: A History (Mai 2019, zu beziehen im Besucherzentrum der Brennerei) von Lieferungen, die die Wochenzeitung Argyllshire Herald (1855-1918) anzeigte.

  • Im Januar 1866 kamen 300 Tonnen französische Gerste aus dem bretonischen Saint Malo.

  • 1874 wüteten Herbststürme. Ein französisches Schiff, das Gerste fü r Scotia Distillery am Old Quay anlandete und Kohle von Ardrosan aufnahm strandete an der irischen Küste von County Down.

  • Französische Gerste war günstig, ihre Qualität geschätzt. 1875 kamen drei Lieferungen für Scotia Distillery, rund 500 Tonnen nach Dalintober.

  • 193 Tonnen Gerste aus Dänemark kamen 1879 nach Kyntyre, die Ladung teilten sich Springbank und Scotia.

  • Mit dem Schiff Lagonda erreichte im Oktober 1898 die größte Lieferung die Bucht von Campbeltown. Eine Woche lang leichterten die Hafenarbeiter 3 000 Tonnen Gerste. Sie wurde in Moldavien, Rumänien, geerntet und "...soll von besserer Qualität als ein Jahr zuvor..." gewesen sein.

Im selben Jahr wurden im Hafen von Campbeltown insgesamt 1 172 380 Gallonen Whisky (5,32 Millionen Liter) Whisky verschifft. Die Menge war in den Vorjahren ähnlich hoch.


Eine graue Maus wird bunt

Das überschaubare Portfolio der Glen Scotia Whiskys wurde 2005 nur von einem kleinen eingeschworenen Kreis von Whisky-Liebhabern wahrgenommen. Sie faszinierten das Zusammenspiel der herrlichen Fruchtnoten des zwölf Jahre alten Single Malts mit den zarten Rauchtönen. Glen Scotia Single Malts waren in den Regalen der Fachhändler nur spärlich verbreitet oder gänzlich unbekannt. „Zu Unrecht,“ wie viele Kenner urteilten. Unabhängige Abfüller, darunter Gordon & MacPhail, Murray McDavid, Signatory sowie die Scotch Whisky Society versorgten sie mit Spezialabfüllungen. Vorwiegend Einzelfassabfüllungen ergänzten die einzige in den 1990 er Jahren erhältliche vierzehnjährige Distillery-Abfüllung.





Die Verarbeitung spiegelt das neue Qualitätsverständnis wieder. „Unsere Malts werden selbstverständlich nicht mit Zuckerkulör E 150 farblich verfälscht und nicht kühlgefiltert, denn wir wollen die Aromen und den Geschmack vollständig erhalten, wie sie sich nach langer Reifung im Eichenholzfass natürlich aufgebaut haben. Wir sind stolz auf unsere Whiskies,“ betont der gebürtige Campbeltowner Iain. Die Umsätze stiegen in Großbritannien um 141%. Sie beschleunigten ein Umdenken der Marketingstrategen. Ende 2012 wurden die Flaschenform und das Design optisch aufgewertet. Eine neue Produktlinie von 10-, 12-, 16-, 18- und 21jährigen Glen Scotia Single Malts standen auf einmal in den Geschäften von fünfzehn Ländern. Nach der Übernahme durch Exponent im Jahre 2014 wurde zunächst eine erneute Änderung des Designs der Flasche und des Labels vorgenommen, bis schließlich im Jahre 2016 eine allgemein anerkannt optimierte Erscheinungsform entwickelt wurde, die „...äußerlich die inneren Werte der Glen Scotia Whiskys wahrnehmbar wiedergibt."


Vor vier Jahren begannen wir die Brennerei systematisch zu renovieren, eine neue Heiztechnik wurde eingebaut und die bestehende Anlage aufgefrischt. Die warehouses renoviert. Aber wir haben ihren traditionellen Charakter erhalten, bei uns gibt es keine Computer, alles wird handgemacht,“

beschreibt der frühere Wassertechniker und Quereinsteiger die Philosophie.


In der Tat, ein Besuch der Glen Scotia Distillery war bis zu den ersten Renovierungen wie ein Gang in eine andere Zeit. Überall strahlte eine historische Patina, wehte scheinbar der Geist des tragischen Duncan.


Neue Farbe. Neue Identität


Die Anlage faszinierte die spärlich kommenden Besucher. Iain oder Stillmen führten. Heute erstrahlt die Distillery im neuen Glanze, hunderte Liter neue Farbe wurden verarbeitet, die Leitungen und Rohre systematisch erneuert. Neue Malzsilos und Stainless-Steel-Washbacks glänzen um die Wette. Die kupfernen Brennblasen erscheinen nicht mehr in einer dumpfen, dunklen Patina, sondern funkeln hell und freundlich, sie wurden mit Klarlack behandelt. Eine neue Corporate Identity wird überall in der blauen Farbe sichtbar. Dennoch am Prinzip des viktorianischen über hundert Jahre alten 2,85 Tonnen Malz fassenden gusseisernen Läuterbottichs mit seinen Rührrechen aus Cor-Ten Stahl und Messingzinken hat man nichts verändert. Die robuste Boby Malt Mill mit ihren vier Stahlrollen und Holz-Dresser sind nach wie vor die gleichen. Von Optic, Concerto bis Laureate schroteten die Metallrollen das Malz (70 % Grits, 20 % Husks, 10 % Flour).


„Computer spielen nur in der Verwaltung eine Rolle,“
betont Iain.

Seit 2015 öffnet ein Besucherzentrum die Tore, gut ausgebildete Guides erklären die Herstellungsverfahren.


Die Produktion erneuert sich

Mittlerweile wird dem allgemeinen Trend folgend vermehrt ein stark getorftes Malz mit 55-58 ppm Phenolen, wie auch eine leicht rauchige Variante mit 15ppm, verarbeitet. Je nach Rezept wird das Rauchmalz einzeln oder als Cocktailmischung destilliert.


„Die Gerste stammt ausschließlich aus Schottland, die Sorte ist derzeit Concerto, das Malz kommt von den Glenesk-Maltings,“ erklärt McAlister.

2013 sprudelten rund 24 000 Liter rauchiger Spirit durch den Spirit Safe, 2017 erreichte sie etwa 540 000, darunter sind rund 10 % rauchige Gerstendestillate. Aus der Kleinbrennerei mit spärlichen 100 000 Litern in den schwierigen Jahren zuvor wurde mittlerweile der größte Produzent von Malt Whiskys in Campbeltown. 2021 werden rund 500 000 Liter reiner Alkohol hergestellt.


Hector checking the alohol concentration.


„Die Gärung dauert während der Woche zwischen 70 Stunden bis über 100 Stunden an den Wochenenden. Wir möchten mit der zweiten Gärungsphase fruchtige Noten im Bier erhalten...,“ beschreibt der Manager das Verfahren, „...rund acht Prozent Alkohol erreichen wir. Die Destillation wurde allerdings optimiert. Der Mittellauf beginnt bei 71 und endet bei 63 % Volumen. Wir destillieren sehr langsam, daher ist der Sprit sehr sauber, von hoher Qualität.“ Gegenüber früheren Jahren gab es eine markante Veränderung, denn Glen Scotia brannte einmal eines der kürzesten Herzstücke von 71 bis 68 % Volumen.


N.B. Aktuell liegen 2021 die modifizierten Gärzeiten durchschnittlich bei 128 Stunden, die kürzeste endet bei 70 und die längste bei 140 Stunden. Die Cut Points zwischen 73 % Volumen und 63 % Volumen variieren etwas, je nachdem ob eine georfte oder nicht getorfte Gerste destilliert wird. Bei Rauchmalz geht der Abtrennpunkt im Übergang zum Nachlauf in untere Bereiche bis 60 % Volumen. Zehn Maischevorgänge werden in der Woche durchgeführt. Acht Wochen im Jahr duftet es im Stillhouse nach Rauch, denn die Destillateure verarbeiten ein Rauchmalz von 23,5 ppm bis zu ungefähr 55 ppm.



Dunnage Style


Iain freut sich, denn „...jetzt bekommen wir erstklassiges Holz, nicht nur Bourbon-Fässer, sondern auch Sherry- oder Portwein-Fässer." Die regelmäßige Qualitätskontrolle, das Nosing bereiten ihm richtige Freude.

Er genießt die Aufbruchstimmung und die zunehmende Wertschätzung:


„Der typische Glen Scotia ist ein leichter Whisky. Er ist fruchtig, floral und frisch in den Aromen, er ist aber auch würzig, daher reift er fast ausschließlich in first fill Bourbon barrels, denn in diesen Eichenholzfässern entfalten sich die leichten Aromen besonders gut. Das maritime Klima kreiert zudem eine salzige Note.“

Update: Im Juni 2019 ist die Loch Lomond Group in den Besitz der asiatischen Hillhouse Capital Management übergegangen. Die BBC spricht von einem 400 Millionen Pfund Deal mit der in Hongkong ansässigen Investmentgruppe.


"Hillhouse Capital partner Wei Cao said its intention was to "work closely with Loch Lomond's management, to help it offer a premium consumer experience in international markets through channels like e-commerce and new retail".

So im Bericht der BBC vom 9. Juni 2019 zu lesen.


 

Latest News Scottish Whisky Awards 2021


Bei den Dritten Scottish Whisky Awards 2021 kürte eine Jury aus 42 Juroren unter dem Vorsitz von Professor Alan Wolstenholme am Saint Andrew's Day die von Iain MacAlister geführte Brennerei zur Distillery of the Year 2021.


Im Glasgows Hilton Hotel Central feierten die Vertreterinnen und Vertreter der schottischen Whisky Industrie in einer glanzvollen Atmosphäre ihre Produkte und Hersteller. In einem Blind Tasting wurden zuvor rund 200 Whiskies und 58 Brennereien begutachtete und bewertet.


Neben dem Hauptpreis erhielt Glen Scotia eine Gold- und eine Silber-Medaille für Single Malt Whiskies.


 

Special Releases 2021

"It’s here! Following our 2020 Sherry Double Cask Finish, let us introduce our latest limited edition bottling: The Glen Scotia Seasonal Release 2021.


Another perfect marriage of casks and flavours, this 12 year old unpeated single malt has been matured in first fill Bourbon casks and American Oak hogsheads, before a twelve month finish in first fill Oloroso hogsheads and heavily charred American Oak. The result: warming spices, toffee and orange citrus, dried peel and a long nutty finish. A truly seasonal treat."

Photos Copyright Glen Scotia.




 

Pot Stills. Old

Im 19. Jhd. destillierten bei Glen Scotia drei direkt befeuerte Pot Stills einen dreifach gebranntes Gerstendestillat. Heute arbeiten eine zwiebelförmige 11 800 Liter große


Old Pot Still

Rohbrandblase und eine etwas kleinere 8600 Liter fassende Feinbrandblase. „Diese destillieren einen fruchtigen, floralen, etwas würzigen Spirit, der sich in Bourbon-Fässern hervorragend entwickelt,“ freut sich Distillery Manager Iain McAlister. 1832 wurde die Brennerei in der High Street von Campbeltown gegründet. Sie ist eine der wenigen, die das Distillery-Sterben in der ehemaligen World Whisky Capital überlebt haben. Investoren aus Edinburgh retteten Glen Scotia und brachten ihre Whiskys zurück in den Weltmarkt.


 

Iain J. McAlister. Manager

Der in Campbeltown aufgewachsene Iain J. McAlister ist seit 2008 die Seele von Glen Scotia. Unter widrigen Umständen destillierte er anfangs mit einem kleinem Team den Single Malt. Im Fernstudium an der University of Lincoln hat er sich neben seiner verantwortungsvollen Tätigkeit als Distillery Manager im Fach Engineering Management von 2014 bis 2017 zum


Iain McAlister in 2014


Bachelor of Science akademisch weitergebildet. Im vergangenen Jahr wurde er Fellow des renommierten Londoner Chartered Management Institutes. „Das Private Tasting mit Iain hat mir die Augen geöffnet. Dieser Enthusiasmus, das Wissen über Whisky und die Qualität der Proben haben mein Interesse für Glen Scotia und die Begeisterung für seine Whiskies geweckt,“ resümiert Frank B.


 

Frank McHardy. Former Production Director at Springbank Distillery

Der ehemalige Manager von Bushmills und langjährige Betriebsleiter von Springbank Frank McHardy hatte einen wesentlichen Anteil an der Erhaltung der geographischen Herkunftsbezeichnung Campbeltown. Der Schotte sanierte nicht nur Springbank, sondern entwickelte ein einzigartiges weltweit geschätztes Portfolio von Malts unter den Labels


Springbank, Longrow und Hazelburn. Er wiederbelebte 2004 die längst geschlossene Glengyle Distillery mit Brennblasen aus der 1977 stillgelegten Ben Wyvis Distillery in Invergordon, wo Frank einst seine Whisky-Karriere begann. Im Jahr 1999 destillierte sein Springbank-Team für einige Wochen einen Gerstenbrand in der stillgelegten Glen Scotia Brennerei. Diese Aktion war notwendig, damit die geografische Herkunftsbezeichnung Campbeltown von der Scottish Whisky Association nicht aberkannt wurde. Sie führte dazu, dass ab 2000 Glen Scotias Brennblasen wieder regelmäßig betrieben wurde.


 

Bunt, Bunter...Glen Scotia Labels

Das Marketing der Scotia-Produkte stimmte nach der Wiederinbetriebnahme im Jahre 2000 einfach nicht. Die Eigentümer konzentrierten sich auf ihre Loch-Lomond-Produkte. Selbst der etwas ungelenke Distillery-Web-Auftritt hinterließ bei potentiellen Kunden keinen überzeugenden Eindruck. Die Aufmerksamkeit wuchs erst 2012 als die englische Marketing-Agentur Brand Britain ein poppig-schrilles, farbenfrohes, ungewohntes Flaschendesign entwarfen, das nicht nur in Duty-Free-Shops die Aufmerksamkeit von Reisenden auf sich ziehen sollte. Glen Scotia Single Malt Whiskys verspürten wieder eine gewisse Art der optischen Aufwertung sowie Aufmerksamkeit. Neue Flaschenformen kamen 2015 in die Regale, die die Marketingabteilung 2021 wiederum neu stylte. Die neue hochgelobte Marktpräsenz machte aus der früheren grauen Maus ein wettbewerbsfähiges Premium-Produkt, das in der Whisky-Szene mittlerweile sehr geschätzt wird.



 

John Peterson


Mehr als vierzig Jahre ist John Peterson in der Getränkeindustrie tätig und seit 1990 als Production Director für die Qualität der Spirits und Whiskys der Loch Lomond Gruppe verantwortlich. Im Zusammenwirken mit Michael Henry - seit 2007 - ist der an der University of Edinburgh ausgebildete Chemiker Peterson das Mastermind hinter den Glen Scotia Whiskys.



Latest Bottling 2022


"New: Glen Scotia Campbeltown Festival 2022 Edition. We thought this tasted brilliant, with mineral rock pool notes, a hint of smoked cheese, toffee and a nice blast of rich smoke on the nose, followed by dark chocolate and a cigar note on the palate, in amongst honey and salted toffee."





 


First published in Spring 2018

updated November 2021


Stroll around Glen Scotia Distillery at The Gateway to Distilleries and enjoy lots of photos

Zum Autor

Ernie - Ernst J. Scheiner ist der Herausgeber des Portals The Gateway to Distilleries www.whisky-distilleries.net Er dokumentiert über 150 Destillerien fotografisch von innen und beschreibt detailliert die Produktion der Whiskies. Seit seinem Studium an der University of Edinburgh befasst er sich mit dem Thema Whisky und publiziert in Fachmagazinen

wie Das Irland Journal, die Kleinbrennerei, Whisky Passion und The Highland Herold. Features und Stories erschienen in den Blogs whiskyexperts, whiskyfanblog und whiskyintelligence. Als Leiter der VHS Ingelheim führte, und nun als Whisk(e)y-Botschafter leitet er Destillations-Kollegs, Studienreisen und Whisky-Kultouren zu den Quellen des Whiskys.




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