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  • Ernie - Ernst Scheiner

Welsh Whisky. The Making of Penderyn Chwisgi

Aktualisiert: 25. Juli 2022



Aur Cymru Penderyn



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Erstmals veröffentlicht im Frühjahr 2020

im The Highland Herold

updated in July 2022




In Wales hat sich historisch keine Whisky-Industrie wie in Irland und Schottland entwickelt. Penderyn Distillery entstand erst vor zwanzig Jahren.


Champagner-Korken knallten. Master Blenderin Aista Jukneviciute (sie heißt heute Phillips), Distillery Managerin Laura Davies und Assistant Blenderin Bethan Morgan freuten sich riesig. Gemeinsam hatten die Ladies Penderyn Single Malts, einen Rich Oak und zwei Portwood komponiert, die Juroren der renommierten IWSC während einer Blindbegutachtung im vergangenen August (2019) mit Goldmedaillen auszeichneten.





Zu Recht wäre der allzu früh 2017 verstorbene Whisky-Wissenschaftler Dr. James Swan stolz auf sie, hatte er doch seit 2003 Produktion und Whiskys der 1999 gegründeten walisischen Distillery Penderyn nachhaltig geformt.


CEO Stephen Davies and Dr. James Swan. Photo Courtesy of Dom Roskrow.


Whisky-Brennereien boomen weltweit, so auch in Wales. Dort zeigt sich eine rege Brennereitätigkeit. Gin und Rum Distilleries sprießen wie Pilze aus dem Boden. Im April 2015 füllte die Dà Mhìle Distillery bei Llandysul erstmals einen biologischen Welsh Malt Whisky ab, den ein Landwirt aus eigener Gerste in einer holzbefeuerten 350 Liter kleinen Brennblase des deutschen Anlagenbauer Kothe brannte. Laut EU-Statuten wurde somit Wales eine Whisky-Nation, die einen Anspruch auf eine geographisch geschützte Herkunftsbezeichnung hat.


Der Liverpooler Spirituosenkonzern Halewood (heute Sitz in London) baute 2017 im nordwalisischen Abergwyngregyn die Aber Falls Distyllfa. Sie brachte im Jahr 2020 den ersten dreijährigen Single Malt auf den Markt. Master Blendern ist die Schottin Kirstie MacCallum.


Bereits im Sommer 2017 stellte der Farmer und Destillateur Dafydd Thomas einen eigenen Whisky in der auf Anglesey gelegenen Môn Distillery vor. In Llandudno eröffneten die Betreiber der Lloyd Street Penderyn Distillery 2021 eine weitere Brennerei. Die regen Investoren um den Waliser Nigel Short verwandeln zudem die Gebäude der Copperworks in Swansea in eine weitere Produktionsstätte, die nach ihren Zeitplanungen wohl 2022 den ersten Spirit produzieren wird.



Die Anfänge


Hinweise auf einen walisischen wisgi scheinen in das vierte Jahrhundert zurückzureichen. In der Cardigan Bay soll zur römischen Spätantike der legendäre Held Rhaullt Hir auf Bardsey, der Insel der 20 000 Heiligen, aus Gerstenmalz, Honig und Met einen chwisgi gebrannt haben. Die Destillation lernten Mönche angeblich von griechischen Händlern, so die Erzählung. Es ist ein plausibel klingender Mythos. Illegal wurde in Wales eigentlich schon immer ein Whisky-ähnliches Destillat in den bäuerlichen Haushalten hergestellt und gerne getrunken. In Banwen südlich der Brecon Beacons soll der Apostel der Iren Saint Patrick im Jahr 385 n. Chr. zur Welt gekommen sein. Vermeintlich brachte der Heilige als Missionar die Kunst der Destillation in den gälischen Siedlungsraum. Heimatforscher und Tour Guides freuen sich über diesen angeblichen historischen Bezug.



Wahr ist jedoch, dass im nordwalisischen Frongoch seit 1887 bzw. 1889 die The Welsh Whiskey Distillery Co. Ltd. auf dem Lloyd Price Rhiwlas Estate von Bala einen von Queen Victoria geadelten, leicht rauchigen Royal Welsh Whisky in großen Mengen in Pot Stills destillierte. Der Ort lag günstig an der Eisenbahnstrecke, Transporte für Gerste, Fässer und Whisky waren kein Problem: "Noble building close to the Railway Station...massive walls, erected as they are from the handsome and durable grey granite of the country," schrieb der Liverpool Daily Courier im Dezember 1892. Quellen besagen, dass der erste Whisky-Spirit im August 1889 durch die Stills sprudelte. Auf den ersten Flaschenlabels erschien die Gattin R.J. Lloyd Price, Hauptinvestor, freudig den Welsh Whisky trinkend. Stolz, mit großen Worten warb das Management für den Whisky:


"Welsh Whisky is the most wonderful Whisky that ever drove the skeleton from the feast or painted landscapes in the brain of man.
It is the mingled Souls of Peat and Barley washed white with the waters of the Tryweryn"

Obwohl Queen Victoria in der Gegend weilte, sah sie die Distillery nicht. Stattdessen bekam sie ein Frongoch Whisky-Fass von Lloyd Price als Gastgeschenk überreicht. Seit dieser Begegnung warb die Brennerei mit der Bezeichnung Royal Welsh Whisky, obwohl sie nie das königliche Recht von der Krone dazu erhielt.


Nach einem tragischen Unfall des Mitgründers Robert Wills im Jahr 1900 und dem darauf folgenden Verkauf an William Owen kam 1910 die Liquidation. Die Brennerei, die jährlich bis zu 680 000 Liter Alkohol herstellte, wurde nach dem Ersten Weltkrieg abgerissen. Vom weitläufigen Betrieb sehen die Einheimischen heute nur noch das aus dem grauen Granit der Region errichtete Wohnhaus des Distillery Managers sowie Reste eines Verwaltungsgebäudes.


NB: Ein Teil der Gebäude wurde 1916 für wenige Monate zu einem Prison Camp für deutsche Kriegsgefangene und kurz darauf für 1 800 IRA-Kämpfer der Easter Rising Revolte in Dublin. Prominentester Gefangener war Michael Collins. Der aus West Cork stammende Revolutionär lernte dort mit anderen IRA-Mitgliedern die Taktik des Guerilla Kampfs. Gemeinsam entwickelten sie Strategien wie die englische Besatzung ihrer Heimat beendet werden könnte. Der Ort wandelte sich sozusagen zu einer University der Irish Revolution und wurde ein Fundament der im Januar 1919 entstehenden Republic of Ireland.


Die historischen Darstellungen im Besucherzentrum der Penderyn Distillery sind sehr sehenswert.
Photos Copyright Penderyn Distillery.


Some history of Frongoch Prison Camp...


Belegt ist ebenfalls eine Whisky-Distillery im südwalisischen Pembrokeshire, die eine Familie Williams um 1705 betrieb. Rebellische Abstinenzler zwangen sie zur Aufgabe ihres Unternehmens. Ein Spross, Evan Williams emigrierte jedoch in die USA und gründete um 1783 eine kommerzielle Brennerei in Louisville an den Ufern des Ohio River. Er wurde einer der Mitbegründer der Bourbon-Industrie in Kentucky. Jack Daniel, der in nahen Tennessee eine Distillery leitete, werden walisische Wurzeln nachgesagt. Seine Vorfahren sollen aus Swansea stammen.



Brecon Whisky


Es sollte jedoch bis ins Jahr 1974 dauern, als die Welsh Whisky Co. – sie führte verschiedene Namen Brecon Brewery Ltd., Welsh Whisky Ltd., Welsh Distillers Limited – versuchte, mit einem Chwisgi Cymreig die erloschene walisische Destillierkunst wiederzubeleben. Das erste Produkt, ein mit Gewürzen geschmacklich modifizierter 35 %vol starker Blended Whisky Swn y’ Don, interpretierte angeblich eine klösterliche Rezeptur des obskuren Rhaullt Hirs. Der Klang der Welle, so die Übertragung ins Deutsche, war Dafydd Noel Gittins zaghafter Versuch, einen walisischen Verschnitt aus einem schottischen Malt- und einem Grain-Whisky-Fass zu vermarkten. Zuvor hatte er mit einem Cambria Welsh Celtic Mead versucht, Profit zu machen.


Nach den ersten Verkäufen folgte ein aromatisierter 40 % vol Blended Whisky mit euphemistischen Namen Swn y’ Mor. Den Klang der See verschnitt der Einsteiger im früheren Brew House der von ihm geführten Camden Arms im Städtchen Brecon. Auf den Labels behauptete der Abfüller, die Whiskys seien aus schottischen Malts sowie „walisischen grain spirit“ - den es damals eigentlich nicht gab – verschnitten. Wie die von ihm frei erfundenen klösterlichen Alchemisten von Bardsey versetze der Geschäftsführer die Destillate mit sieben lokalen Kräutern.


Auf diesem Gelände in Brecon stand einmal die von Gittins
beschriebene Produktionsstätte und Brennerei mit der Faraday Still.

Zur Verkaufsförderung schilderte Gittins den beeindruckenden Mythos vom kampferprobten Mönch Rhaullt Hir, dem archaischen Destillateur und Begründer der walisischen Destillationskultur. Im Norden von Wales auf der Insel Beardsey soll er im Jahre 356 n.Chr. Gwinrod aus Mead - Honigwein - ein Destillat, das sie aqua vitae nannten, in Alembics gebrannt haben.


Die schlüssig nach ‚eigenen‘ angeblichen Forschungen klingende Legende verbreitet sich noch heute schneeballartig in vielen Welsh-Whisky-Darstellungen. Quellenmäßig ist sie keinesfalls belegt, sie wurde von Gittins schlichtweg erfunden.


Andere Quellen behaupten griechische Händler hätten das Destillierwissen im vierten Jahrhundert n. Chr. mit ihren Waren nach Wales gebracht. Das Destillat nannten die Waliser in ihrer gälischen Muttersprache 'chwisgi'. Der Legende nach soll jedoch nach der Eroberung und Besetzung von Irland durch den englischen König Henry II um 1170 die Technologie in Wales mit den irischen Siedlern in Pembrokeshire bekannt geworden sein.


Insgesamt hielt es der Whisky Blender Gittins mit der Wahrheit nicht so genau. Ein „Single Vatted Malt Version (sic) sowie ein „Special Reserve Single Malt Welsh Whisky Prince of Wales“ vertrieb der einfallsreiche Waliser ohne Besitz der Namensrechte. Ein Teil der Malts kam von Tomatin.



„We used Malts from the Speyside…filtering through my herbal system,“

schreibt Gittins in seiner selbstverlegten Biographie.


Die englisch-gaelische Bezeichnung 'Welsh Whisky Chwisgi Cymreig' sowie der walisische Drache auf den Labels führten Verbraucher in die Irre. Beides suggerierte ihnen, es handele sich um destillierte Whiskys aus Wales. Diese Täuschung erweckte den Argwohn der schottischen Whisky-Industrie. Matthew Gloag & Son, damals Famous Grouse, und die Blender Chivas Brothers verklagten die Welsh Whisky Co. im August 1997 erfolgreich wegen Betrugs. Wirtschaftskrise, Umsatzeinrückgänge, nicht bezahlte Lieferungen, geringer Cashflow und der Rechtsstreit beschleunigten ab 1995 den finanziellen Ruin des kleinen Abfüllers.


Nach der Übernahme durch Derrick Wilshee, Geschäftsführer einer Auto-Exportfirma aus Essex, und zwei weiteren Partnern im Jahr 1996 folgte nur zwei Jahre darauf die endgültige Liquidation des Unternehmens. Als Berater sollte Dafydd Gittins eigentlich von den Käufern in Raten ausbezahlt werden, erhielt aber nach eigenen Aussagen keinen Penny. Die englischen Eigentümer handelten zudem betrügerisch: Sie bezahlten weder Mieten noch 250 000 Pfund Alkoholsteuern. Das HM Revenue & Customs Department entdeckte in deren Lager Schmuggelware im Wert von zwei Millionen Pfund. Gittins gelang es nicht, die Finanzierung eines Neuanfangs zu sichern, obwohl er nach eigenen Aussagen im August 1998 die Direktoren der Generaldirektion 12 von der Europäischen Kommission zur weiteren Förderung seiner Folgegesellschaft Dragon Company bewegen konnte.



Penderyn entsteht


Im verschlafenen Bergbauort Penderyn ist mit der Welsh Whisky Company im Jahr 1998 der walisische Whisky tatsächlich wiederauferstanden. In der Nachbargemeinde Hirwaun träumten Freunde im Glancynon Inn von einer Brennerei. Die Rahmenbedingungen waren günstig. Ohne großen finanziellen Rückhalt verwirklichten Alun Evans, Anthony James, Prof. Brian Morgan u.a. ihren Traum von einem echten Wisgi Cymreig.



Wie erzählt wird, lag das Grundkapital der Gwalia Distillery lag anfangs bei lediglich £130,000. Das war eigentlich viel zu wenig für eine Brennerei, die in den ersten Jahren erhebliche Material-, Energie-, Lager- und Personalkosten verschlingt. Ein substantieller Cashflow wird in der Regel erst nach drei Jahren Mindestreifezeit der Whiskys erwartet.


Zusätzliche Fördermittel der EU und der walisischen Regionalregierung erlaubten ihnen die Realisierung einer Anlage im Brecon Beacons National Park. In Penderyn hatte Alun Evans zuvor erfolglos einen Getränkegroßhandel betrieben. Nach dessen Konkurs ging die Gesellschaft an Carlsberg Tetley über. Das ehemalige Gwalia-Getränkelagerhaus stand zum Verkauf. Der Standort war für eine Brennereigründung ideal, denn nur in fünfundzwanzig Metern Tiefe verbargen sich wasserführende Schichten.


"Am 14. September 2000 floss das erste Gerstendestillat
in den Spirit Safe."

Produktion


Gerste, Wasser, Hefe, Fermentation, Destillation und Lagerung im Eichenholzfass sind die gleichen Grundprinzipien der Herstellung wie bei den Celtic Cousins. Unterschiede sind zu entdecken. Schottische Brennereien müssen nach den Regulations ihre Maische am Ort der Destillation selbst läutern und vergären, nicht so bei Penderyn. Hier galt das Europäische Recht. Die Grundlage für einen Single Malt braute bis zur Erweiterung der Produktionsanlagen im Jahr 2014 die größte walisische Brauerei S.A. Brains & Co. in Cardiff.


Penderyn Management Team in 2019. Giancarlo Bianchi, Neil Quigley, CEO Stephen Davies, Huw Thomas, Missing Sian Whitelock.

Wöchentlich brachten Lorries das beer in Behältern zur Distillery. Beim Bier fehlte allerdings etwas die ursprüngliche Fruchtigkeit. Wie gewöhnlich sterilisierten die Brauer die wash durch Kochen, um so eine zweite Gärung zu verhindern, die das Bier abträglich eintrübt. Dadurch entwickelten sich in der wash keine zusätzlichen Aromen, die schließlich ein Destillat fruchtiger machen. In der Not reaktivierten sie damals bei Penderyn die zweite Gärung durch eine künstliche Zugabe von etwas Milchsäure.


Derartige Prozesse sind in Schottland nicht erlaubt. Bei Penderyn werden sie heute nicht mehr angewandt. Das durch eine Nachgärung modifizierte Bier mit einer Alkoholstärke von 8 % vol. fraktionierte eine ausgefallene Destillationsanlage, die Dr. David Faraday, ein direkter Nachfahre des berühmten viktorianischen Naturwissenschaftlers Sir Michael Faraday, plante. Es dauerte nach eigenen Angaben über acht Jahre. Zusammen mit anderen Kollegen entwickelte er an der University of Surrey eine zweistufige kupferne Kolonnenapparatur, die Alkohol aus Gerstenmalz nur in einem Destillationsprozess herstellt.


Entworfen wurde die Technologie während eines von EU geförderten grenzüberschreitenden Forschungsprojekts zur Energieeinsparung bei der Destillation. Die Apparatur kam jedoch eher zufällig über Umwege nach Penderyn in die Distillery. Darüber wie das geschah, kursieren mehrere Stories.


Die einzigartige Faraday Still.


Faraday Still


Dafydd Gittins, der Betreiber der Welsh Whisky Co., gab nach eigenen Aussagen den Auftrag zum Bau der Destillationsanlage. Im Herbst 1991 traf er den Wissenschaftler Dr. David Faraday zum ersten Mal in Newport. Der Pseudo-Whisky-Macher suchte nach einer Anlage für eine eigene Whiskyproduktion, die jährlich ab 1995 rund 500 000 Liter Alkohol produzieren sollte. Der Forscher war fasziniert von der Idee einer leistungsstarken Anlage und verfolgte mit Eifer deren praktische Umsetzung. Ihre Entwicklung wurde glücklicherweise von der EU finanziert. Im Rahmen eines grenzüberschreitenden Forschungsprojekts entwarfen Wissenschaftler Technologien zur Energieeinsparung bei der Destillation. Ihre bahnbrechende zweistufige kupferne Kolonnenapparatur, konnte nicht nur Alkohole aus Gerstenmalz in einem Destillationsprozess herstellen.


Die Financial Times zitierte eine Förderung von 340 000 Pfund. Nach eigener Aussage investierte Gittins selbst hunderttausend Pfund in die einzigartige Anlage. Das Team entwickelte ein bis dahin nicht praktiziertes energieeffizientes Destillationsverfahren, das sowohl Methoden der Petro-Chemie als auch der Bourbon-Industrie integrierte. Für die Forscher waren die schottischen Brennblasen-Systeme ein ineffizienter Anachronismus, eine veraltete energieverschwendende Technologie. Sie suchten nach Alternativen. Ab Mai 1993, so behauptet Gittins in seiner Biografie, bestaunten „jährlich bis zu 50 000 Touristen“ das faradayische Ungetüm hinter einer Glaswand in der neuerrichteten Welsh Whisky Distillery des Business Parks von Brecon. Angeschlossen und funktionsfähig war sie allerdings nicht. Nach Gittins anzuzweifelnden Aussagen soll die Brennblase mehrere Batches Whiskys 1995 destilliert haben. Belege und Abfüllungen gibt keine.


Gebaut wurde das geniale Wunderwerk tatsächlich von der alteingesessenen Kupferschmiede McMillan im schottischen Prestonpans in East Lothian. Der spektakuläre voluminöse Spirit-Sammler aus Duran-Glas – ‚die Vorlage‘- kam hingegen von Schott aus Mainz. Eine zusätzliche EU-Finanzierung förderte den Bau der Brennapparatur. Nach der Liquidation der Gesellschaft 1997 standen eine Flaschenfüllanlage, die Faraday Still und andere Betriebsmittel zum Verkauf. Ein Angebot von Alun Evans und seinen Freunden in Höhe von 75 000 Pfund war den Gläubigern zu wenig, eine Auktion sollte mehr Geld bringen.


„Do you think it will make good whisky?“ fragte zweifelnd Evans. „It’s beeing designed to make really good quality spirits,“ antwortete der Techniker Faraday selbstbewusst. Mit etwas Glück konnten Evans, Brian Morgan und Tony Lewis bei einer Auktion die bis dahin ungenutzte Faraday Still, eine Abfüllanlage sowie andere Utensilien der insolventen Welsh Distillers Ltd. von Brecon für einen Schnäppchenpreis von lediglich fünfzigtausend Pfund ersteigern. Der clevere erste Vorsitzende des Gesellschafterausschusses Brian Morgan (1998 bis 2007, Professor of Entrepreneurship an der Cardiff Metropolitan University) hatte weitere Finanzmittel von der EU sowie anderen Körperschaften beschafft und legte damit die Fundamente der neuen Distillery in Penderyn.


Im ehemaligen Gwalia Wine Distribution Warehouse in Penderyn begannen 1999 die Umbauarbeiten. Für ein weiteres Jahr forschten unter der Leitung von Dr. Faraday vier Doktoranden nach den idealen energiesparenden Brennabläufen am neuen Ort installierten Anlage.


„Neben gemälzter Gerste destillierten wir auch andere Stoffe,“

schreibt der heutige Lehrbeauftragte der University of Surrey und selbständige Skills-Trainer. „Wir entwickelten eine neue moderne Brennanlage, die alle Sorten von Spirit produziert, darunter Wodka, Gin oder Whisky. Dies war auch gut so, denn keiner der Gründungsväter der Brennerei hatte von der Whisky-Destillation Ahnung…Die präzise Kalibrierung und Bedienung der Brenneinrichtung erfordert eine sensible Steuerung.“ Erst nach den Forschungserträgen wurde die Faraday Still zum Alleinstellungsmerkmal der neuen Gwalia Distillery, die sich heute schlicht Penderyn Distillery nennt. Die Betreiber sind stolz auf ihre einzigartige Welsh Still.



Beginn


Der Anfang war schwierig. Die Produktion startete mit einem kleinen 16-köpfigen Team im Jahr 2000. Fehlender Cashflow war ein stets wiederkehrendes Problem, denn die Kapitaldecke war zu dünn. Jährlich wurden rund 500 000 Pfund für die laufende Produktion benötigt.


"Wir dachten, wir könnten andere Produkte verkaufen - Wodka, Gin und einen Whisky-Creme-Likör namens Merlyn -, um die Einlagerung des Whiskys und andere Kosten, wie den Kauf von Fässern zu finanzieren.
Wie kann man sich nur so irren",

erinnerte sich Prof. Morgan. "Es war für uns unglaublich schwierig, in den Markt zu kommen." Ein schottisches Imitat sollte ihr Whisky nicht werden, eigenständig und walisisch eben. Die Whisky-Macher aus Wales spürten einen heftigen Gegenwind. Sie mussten erkennen, dass Vorurteile gegenüber ihrem Produkt im Whisky-Markt dominierten. Wirkungsvolle Marketingstrategien wurden konzipiert, ein Markenprofil entwickelte sich, die Akzeptanz nahm rapide zu. Von 2004 bis 2012 steuerte die Chemikerin Gillian Howell, nach Heirat MacDonald, als Distiller, Blender und Brand Ambassador die Herstellung der Spirits und Whiskys. HRH Charles, Prince of Wales und der Whisky-Papst Jim Murray machten Penderyns Portfolio in den Medien populär.


Von Glenn Tutssels (verstarb 2018) erhielt der walisische Whisky eine neue Identität. Der in der Spirituosen-Industrie geschätzte walisische Designer gestaltete das Erscheinungsbild:


„Let’s not be too traditional, let’s be honest who we are!“

Dynamisch in einer klaren lichten Form durchbrach er mit dem Entwurf der Penderyn-Flasche bisherige schottische Konventionen. Sie entfaltete eine symbolhafte Interpretation der Faraday Still. Label und grafische Präsentation beschränkten sich wohltuend auf ein Minimum. “…die Goldlinie, das AC Logo – Aur Cymru – stehen für Qualität und Reinheit, jedes Symbol bezieht sich auf Wales. Der Drache ist das Symbol einer stolzen Nation, die drei Federn erinnern an den Nationalsport Rugby, eine Harfe an das Wales der Lieder,“ erklärte der in Glamorgan gebürtige Art Director seine Intentionen. Handel und Verbraucher mussten dennoch mit der inhaltlichen Qualität überzeugt werden. Der Erfolgsdruck auf die Beschäftigten in Produktion und Marketing war gewaltig.





Wie funktioniert Penderyn Still?


Das innovative Trennverfahren spart eine Menge Energie. Die Faraday Pot and Column Still benötigt etwa 38-40% des Energiebedarfs einer traditionellen schottischen oder irischen Destillationsanlage, denn dort wird entweder in zwei oder drei Brennblasen in nacheinander folgenden Prozessen der Spirit fraktioniert. Faradays konzeptionelle Schöpfung ist eine Mischung aus einer viel kleineren schottischen Pot Still wie sie einmal in ähnlicher Weise bei Loch Lomond arbeiteten und einer vom Iren Aeneas Coffey 1832 patentierten Column Still. Die hybride Brennvorrichtung gleicht im Prinzip eher einem in Obstbrennereien üblichen deutschen System mit einer ersten über dem Kessel und zweiten zusätzlichen Verstärkerkolonne mit Destillierböden. Da dieses faradayische single-batch-distillation-system nur in der Penderyn Distillery betrieben wird, erlangte sie ein absolutes Alleistellungsmerkmal in der Whiskyindustrie und darf zu Recht als die Welsh Still bezeichnet werden. Laura Davies spricht gerne von der Penderyn Still. Wie die komplexen Trennungswege in der Aparatur tatsächlich im Einzelnen verlaufen, darüber schweigen die Verantwortlichen verständlicherweise.

Im Jahr 2000 war bei Penderyn einiges anders als in der schottischen Whisky-Industrie. Bis 2014 wurde die Faraday Still mit rund 2 500 Litern modifizierter Brain’s Wash befüllt. Anfangs destillierte ein kleines Team um Gillian MacDonald, früher Howell, pro Tag nur ein Fass chwisgi. Heute produzieren die mashmen unter der Leitung von Brennmeisterin Davies das Bier aus einem Gerstenmalz von der englischen Mälzerei Muntons mit Hilfe eines eigenen 1,5 Tonnen großen Läuterbottichs. 7 500 Liter Würze vergären sie in sechs jeweils 10 000 Liter großen stainless-steel-Gärbehältern in der Brennerei nunmehr selbst. Dabei setzen sie in der Regel eine Trockenhefe von Anchor - Lallemand – sowie andere Hefestämme ein. Die Fermentation dauert drei Tage. Gearbeitet wird mittlerweile in Schichten rund um die Uhr, sieben Tage die Woche. Sie beschicken mit der vergorenen Würze die schottische wash pot still sowie den pot der Faraday Still.


Die zweitstufige Faraday-Anlage besteht aus einem 2 500 l fassenden mit Dampfrohren beheizbaren Kessel und einer darauf aufsitzenden ca. 3,00 hohen Verstärkerkolonne mit sechs Siebböden sowie einer direkt daneben stehenden singulären rund 10 Meter hohen Rektifikationskolonne mit achtzehn weiteren kleinlöchrig perforierten Platten. Beide trennen und konzentrieren in einem Siedegang die Alkohol-Wasser-Mischung des Bieres. In der ersten Stufe erfolgt der Rauhbrand aus der vergorenen Maische sehr sanft und mündet sogleich in der zweiten in einen Feinbrand.


„Die Wash siedet erst nach 45 Minuten,“

bemerkt die Master Distillerin,


„wir nehmen uns Zeit, wir brennen schonend, denn wir möchten einen sehr weichen Spirit.“

Das thermische Trennverfahren in der Apaartur ist komplex. Feinheiten gibt man nicht gerne preis. Ein Teil des rückfließenden und sich am Kopf des obersten Verstärkerboden sammelnden Kondensats wird über ein dünnes außen liegendes Kupferrohr in den Kessel zur wiederholenden Verdampfung und Trennung abgeleitet. Die Siebeinsätze - sieve trays and downcomers - in den Kolonnen sind nicht gewölbt, sondern flach. Rund 450 kleine Löcher zersteuben das Alkohol-Wassser-Gemisch sehr fein über den Platten.


Den aufsteigenden Dampfströmen fließt ein kühlender Flüssigkeitsstrom entgegen und vergrößert wirkungsvoll den raumgreifenden Rückfluss. Die Aufreinigung des Destillats nimmt effektiv zu. Wie bereits bei der ersten Verarbeitungsstufe wird das herabfließende Kondensat im untersten Teil der Feinbrandkolonne gesammelt und in einem kupfernen Geistrohr in den oberen Teil, dem Kopf des Säulenverstärkers der Raubrandblase zurückgeleitet. Dieser Austausch führt beim Durchfließen der Destillierböden zu einem erneuten Sieden und zur Verstärkung sowie wiederholten Aufreinigung des Alkohols.



Ein langanhaltender Kupferkontakt während des Abtriebs und der Rückführung der Alkohol-Wasserdämpfe ermöglicht den stillmen die Herstellung eines sehr reinen, leichten, weichen und dennoch feinfruchtigen Destillats. Die Höhe der Säulen und die perforierte Kupferplatten bewirken einen ständigen Rücklauf der schweren Alkohole in den Kessel. Der Wärme- und Stoffaustausch intensiviert sich fortlaufend.


Die Platten verlangsamen den Abgang der Alkohol-Wasser-Dämpfe wie er in dieser Intensität mit traditionellen schottischen oder irischen Kupferbrennblasen nicht erreicht wird. Schaugläser sind nur wenige eingebaut. Aus 100 % gemälzter Gerste entsteht ein reiner Malt-Spirit. Die aufsteigenden Fettsäuren werden stärker zurückgehalten, als dies in den traditionellen irischen und schottischen Pot Stills der Fall ist.



Um den in den Säulen mit ihren langen Wegen einen steigenden Dampffluss- und

Druck voranzutreiben, wurde bis 2014 ein Clayton-Schnelldampferzeuger Clayton (400 Kg/h) eingesetzt, da der Brennverlauf batchweise verläuft. Je nach Notwendigkeit und Bedarf versorgte der Steam Generator spontan die Anlage mit Dampf. Alun Evans stellte damals euphorisch fest:


„Uns ist es gelungen, traditionelle Methoden mit einer der effizientesten und modernsten Technologie, die verfügbar ist, zu kombinieren.“


(Getränkeindustrie 8/2014)


Vom gleichen Hersteller wurde eine Wasseraufbereitungsanlage geliefert, die das Produktionswasser wirkungsvoll reinigte und enthärtete. Nach der Erweiterung auf zwei Faraday Systeme (August 2013) und die Installation von zwei schottischen Brennblasen (Frühjahr 2014) stellt ein vergrößerter Dampferzeuger von Byworth die Versorgung während der Destillation sicher.


Die hoch oben über den Kolonnen horizontal liegenden shell und tube condenser – Röhrenkühler - sind verhältnismäßig kurz. Zweiundvierzig wasserführende dünne ein Zoll Kupferrohre vergrößern die Kupferoberfläche, die allerdings nicht so üppig ist, wie dies bei den sonst in der schottischen Industrie verbreiteten voluminösen Kühlröhrenkondensatoren der Fall ist, weil die vierundzwanzig sieve trays in den Kolonnen bereits die Aufreinigung der Destillate vollziehen. Ein zweiter ebenso langer, aber im Durchmesser kleinerer after cooler verflüssig und kühlt den Alkoholabtrieb weiter.



Hier kopierte Dr. Faraday ein Kondensationssystem, das der aus Wales stammende innovative Brennerei- und Anlagenbauer William Delmé Evans in Schottland bei Macduff und Glenallachie erfolgreich umsetzte. Bei der alten Fraday Still fließt der new make sodann langsam in geringer Menge durch einen finalen kleinen Kondensator aus Glas – eine Art Liebigkühler - mit einer Temperatur um die 20 ° in den spirit collector. Dieses Reinigungsverfahren verhindert eventuelle Verfärbungen und Metalltrübungen im Destillat. Eine kleine mobile elektrische Pumpe leitet den Malz-Brand unspektakulär aus der Vorlage in drei größere Stahltanks zur Zwischenlagerung.







„Wir haben nicht viel Vorlauf, nur ein paar Liter, so vier bis fünf, hinzu kommen nur achtzig bis hundert Liter Feints, sie werden per Hand in die zu destillierende wash umgeleitet,“

erklärt Laura Davies,


„bei uns ist alles handgesteuert.“

Der New Make Spirit erreicht in einer single stage batch distillation einen Alkoholkonzentration von durchschnittlich 89 bis 92 % vol.


„Das ideale Niveau liegt über 91 % vol.“


betont Laura. Eine Messung mit einem Digitalgerät an Ort und Stelle ergab einen Wert von 91,44 % vol. Der malt spirit wird am siebten Verstärkerboden entnommen. Eine Abtrennung des Nachlaufs erfolgt bei den lowest cut points. Die nachlaufenden feints mit ihren Fettsäuren und abträglichen Aromen - rund 20 % - werden in einen Tank geleitet und bei einem erneuten Destillationsvorgang der wash zugeführt. Somit gehen weder Aromen noch Alkoholertrag verloren.


Faraday Still. Photo Courtesy Penderyn Distillery

Das erste Destillat der brandneuen Forsyths-Faraday Still zeigte am 22. August 2013 bei 20,8 °C einen Alkoholgehalt von 92,3 % vol. Derartig hohe Alkoholstärken sind bei schottischen doppelt gebrannten - ca. 70 % vol - und irischen dreifach destillierten Pot-Still-Verfahren – ca. 82 % vol - eher ungewöhnlich. Mit einer langsamen „trop by drop distillation,“ die acht Stunden dauert, entstehen 200 bis 220 Liter Spirit mit einem sehr hohen Reinheitsgehalt, der dennoch eine dezente frische Fruchtigkeit ausstrahlt. Diese präsentiert sich weich ohne stechende Noten. Die ambitionierte junge Distillery Managerin Laura Davies freut sich:


„Der Spirit kann an verschiedenen Stellen in der Säule gezogen werden und erreicht bis zu 92 % vol. Es ist vermutlich der höchste Wert in der Branche…
Es fehlen die Unreinheiten und dennoch behält unser new make feine Aromanoten von Zitrus, Minze und grünem Apfel. Der Spirit zeigt intensive Esternoten. Er ist sehr leicht.“

Die Schlempe wird als Düngung auf den Feldern der heimischen Farmer entsorgt. Ein CIP-System ermöglicht nicht nur eine schnelle Reinigung des Kessels, sondern pro Tag drei Brennläufe. Reparaturen sind selten. „Nach fast zwanzig Jahren, müssen wir in der alten Faraday-Still die Siebböden austauschen,“ erklärt CEO Stephen Davies, „das Kupfer wird dünner. Es ist erschöpft.“



Erfolg


Eine zweite Faraday Still wurde im August 2013 von den weltbekannten schottischen Kupferschmieden Forsyth aus Rothes exakt kopiert und installiert. Steigende Nachfrage, wirtschaftlicher Erfolg und ein wachsender Bedarf machten eine vorausschauende Kapazitätserweiterung notwendig. „Rund eine Million Pfund kosteten die Investitionen, die Penderyn selbst mit einer HSBC-Bankbürgschaft sowie mit Zuschüssen der walisischen Regierung und EU umsetzte,“ erzählt CEO Davies. Zukünftig sollen darüber hinaus unterschiedliche new make spirits an verschiedenen Stellen der zweiten Kolonne der Faraday Still abgeleitet werden.



Kettle, columns, condensers of the new Faraday still arrive. Photos Courtesy Giancarlo Bianchi.

Dieses erweiterte Verfahren ermöglicht Master Blenderin Aista Jukneviciute (heute Phillips) die Destillation einer neuen Vielfalt von Bränden mit eigenständigen Aroma- und Geschmacksprofilen. Nach der Reifung im Eichenholzfass ermöglichen, die sich aromatisch unterschiedlich entwickelnden Whiskys eine breitere Variabilität bei der geschmacklichen Zusammenstellung neuer Single Malts. Da die Spirits nach der Destillation rein und frei von abträglichen Stoffen sind, konzentriert sich die Whiskymacherin weniger auf den Reinigungseffekt der Fässer, sondern vielmehr auf deren Auswahl und Vorbelegung, um in erster Linie Komplexität, Geschmack und Tiefe in den Malt Whiskys aufzubauen. Die Fassfüllstärke liegt bei 63,4 %vol. - in Schottland üblicherweise bei 63,5 %vol.


CEO Stephen Davies erklärt den Einbau der neuen Faraday Still bei Penderyn

Mit dem ersten Destillat begann am 14. September 2000 die neue walisische Whiskyperiode. Die new makes reiften in den ersten Jahren in einem winzigen warehouse am Destillationsort in Bourbon-Fässern aus der Jack Daniel Distillery von Tennessee und der Evan Williams Heaven Hill Distillery von Kentucky. Damit schloss sich in gewisser Weise ein walisischer Kreis. „Seit 2005 befüllen wir first-fill-Fässer aus der vielfach preisgekrönten Buffalo Trace Distillery, denn darin reift unser Whisky besonders gut,“ beschreibt die aus Litauen stammende Master Blenderin Aista Jukneviciute den Reifungsprozess der Gerstendestillate. Die ehemalige Lehrerin und Master of Engineering der technischen Universität Kaunas kam zur gleichen Zeit 2012 wie Laura Davies in das Team. Anfänglich verantwortete sie zusammen mit Jim Swan das Penderyn-Spirituosen-Portfolio.


Der weltweit renommierte Whisky-Experte Dr. James Swan lehrte sie die Reifewirkung der Fässer und führte Aista in die Verfahren des Blendings ein. Heute ist die junge Mutter für die Entwicklung der Penderyn Whiskys alleine verantwortlich.


„Es ist für mich immer wieder eine große Herausforderung, ein eindrucksvolles aromatisches Profil zu finden.
Der Entstehungsprozess und das Ergebnis sind sehr spannend und erfüllend zugleich.“

Die neuen Abfüllungen diskutiert die Masterblenderin im Team mit ihrer Kollegin Laura und der jungen Trainee-Blenderin Bethan Morgan. Auf das Erreichte und die weltweite positive Resonanz auf ihre Whiskys können Aista und ihre Kolleginnen sehr stolz sein. Jim Murray kürte in der Whisky Bible 2020 eine Madeira Single Cask Edition zum European Whisky of the Year. Diese Release hatte der Verkaufsleiter des Importeurs Schlumberger Andrea Caminneci in Zusammenarbeit mit Aista Jukneviciute exklusiv für den deutschen Markt ausgewählt.



Master Blenderin Aista Jukneviciute.


Der Penderyn House Style, was ist das?


„Nach einer Reifezeit von mindestens drei Jahren in Bourbon Barrels, in der Regel etwas mehr als fünf Jahre, erfährt unser Whisky für mindestens sechs Monate eine zweite Veredelung in portugiesischen Madeira-Fässern,“ erklärt die junge Master Blenderin. „Durch diese Fässer, in denen ehedem Winzer einen kräftiger aufgespriteten Insel-Wein unter wenig Sauerstoff ausbauten, erhält der Whisky ein aromatisches Madeira-Finish. Seine jugendlich frischen Alkoholnoten werden gemildert, geschmeidiger und weicher.“



Dies ist ja auch kein Wunder, denn der Faraday-destillierte Whisky ist bereits im jungen Alter trinkreif und erhält durch die Prägung in portugiesischen Casks weitere Aromen und Farbpigmente, die ihn komplexer und damit geschmacklich abwechslungsreicher machen. Auge, Nase und Zunge werden auf eine spannende sensorische Reise geschickt, um vielschichtige Noten von Karamell, Rosinen, grünem Apfel, Zitrus, Karamell, Honig, Vanille, Zimt, Süße, Pfeffer, Ingwer, Mandel und/oder Rauch zu entdecken.


Der legendäre Dr. James Swan hatte diese Reifeverfahren empfohlen:


„Which helps to improve its delicacy of flavour...Madeira Casks should develop rich toffee, cream, raisin type flavours which will also combine with the fruity flavour from a Bourbon barrel.“

Der Schotte aus East Lothian war Aistas und Lauras Lehrmeister. Als die ersten Betreiber der Penderyn Distillery mit ihren spärlichen Kenntnissen merkten, das wird nicht so wie sie sich das wünschten, suchten sie fachlichen Rat. Der weltweit anerkannte schottische Whisky-Forscher fand Gefallen an der Idee, einen Welsh Whisky zu prägen.


„Erste lose Kontakte kamen 2001 zustande,“

erzählt CEO Stephen Davies,


„er wurde 2003 der erste Master Distiller und Master Blender.“


Der leider 2017 allzu früh verstorbene technisch-wissenschaftliche Experte modifizierte die Gärprozesse und verfeinerte die Destillationsverfahren. Er kreierte mit seinen theoretischen Kenntnissen und praktischen Fertigkeiten den Penderyn Style. Swan legte die Abtrennpunkte fest, die heute noch gelten. Es war einer seiner ersten Aufträge, die ihn danach in die ganze Welt von Islay in die Bretagne nach Indien, Israel bis Taiwan und führen sollten.


„Dr. Swan war ein Glücksfall für die Entfaltung der Whiskys aus Penderyn. Sie sind sein Vermächtnis.
Ohne seinen Einsatz hätte sich das Projekt nicht entwickelt,“

betont anerkennend Geschäftsführer Davies.



Neue Dimensionen. Die Zukunft Penderyn. Expansion.


Im Januar 2014 kamen aus dem Städtchen Rothes typisch schottische Brennblasen. Die elegant geformten lantern shaped wash and spirit stills fraktionieren in einer zweiteiligen Destillation einen nichtrauchigen Gerstenspirit. Die shell and tube condenser sind relativ klein, wurden jedoch mit 60 kühlwasserführenden Kupferrohren versehen, die die Kupferoberfläche des Systems vergrößern und somit zur Reinheit des new makes erheblich beitragen. Ihre Form und Größe hatte Dr. James Swan entworfen. Seit den Anfangsjahren träumte das Management eigentlich schon immer von einer ‚schottischen‘ Pot Still Distillation.



Manager Laura Davies

Der erste Spirit aus der eigenen Wash sprudelte im August 2014 durch den spirit and sample safe.


„Er ist kräftiger, öliger und opulenter in den Aromen und im Geschmack,“

vergleicht Laura Davies den New Make mit dem Faraday-Spirit,


„einen rauchigen Spirit destillieren wir auf diesen Anlagen nicht.“

Hier zeigt sich wiederum die Kompetenz des Planers und Destillateurs Dr. James Swan, der zusammen mit Richard Forsyth eine Anlage entwarf, die ausgesprochen fruchtige Spirits in den Rau- und Feinbrandblasen brennt. Auffallend sind die relativ dünnen und langen, sich leicht nach unten senkenden lyne arms – Geistrohre -, die zu den Kühlkondensatoren führen. Die engen Abtrennpunkte des Mittellaufs von 76 bis 70 % vol legte Swan fest, sie gelten nach wie vor.


Die Swan Neck Pot Stills wurden von Forsyths in Rothes (Speyside) in Handarbeit hergestellt.

„Das gibt uns ein Aroma-Profil, was wir uns wünschen, einen sehr leichten Spirit. Er ist süß, weinig, weich und keineswegs hart oder zitrusartig.
Obwohl wir mit traditionellen Brennblasen arbeiten, bewegt sich der new make am leichten Ende mit durchschnittlich 74 %vol. Wir redestillieren Vor- und Nachlauf und vermischen diese mit den low wines.
Da die durchschnittliche Alkoholkonzentration 35 %vol erreicht, heizen wir den Kessel der Feinbrandblase sehr sanft, denn wir wollen schließlich einen sehr leichten new make erhalten.
Dennoch ist er im Vergleich mit dem Faraday-Spirit etwas kräftiger, zeigt Aromen von gekochten Früchten, ein wenig wie Apple Pie, aber er ist gut und ausgeglichen im Aroma, etwas malzig.
Der Penderyn Spirit (Faraday) ist hingegen viel leichter, zeigt mehr tropische Früchte, viel Pfirsich, ist sehr frisch, sehr duftend, nicht malzig.“

Beide Spirit-Arten wird Blenderin Aista zukünftig bei der Komposition neuer Single Malts verwenden, um so die aromatischen Vorzüge des einen mit denen des anderen in einem Vatting zu addieren.



Competition und Marketing


Anfangs waren Produktionsmenge und Portfolio der Waliser überschaubar. Größter Absatzmarkt wurde mit den Jahren das Vereinigte Königreich (70 %). Das Umsatzvolumen liegt derzeit bei 12 Millionen Pfund. Geschickt platzierte Direktor Davies die Whiskys im heimischen walisischen Markt, dort wo die Identifikation mit Penderyn am höchsten ist. Vertrieben wurden die Whiskys in den zahlreichen Local Shops der Lebensmittelkette Tesco. Der Waliser ist stolz auf sein ehrgeiziges Team und das bisher Erreichte, denn seit sieben Jahren schreibt die Gesellschaft schwarze Zahlen.


„Wir begannen ohne eine ausreichende Finanzdecke. Heute vertreiben Harrods, Asda, Tesco, Waitrose und alle großen Supermarktketten unsere Spirituosen, selbst die Luxushotels Ritz und Savoy in London gehören dazu...
Früher lachte man über uns, als wir von unserem Welsh Whisky erzählten. Schwierigkeiten bereiteten uns ebenfalls die Machenschaften der Welsh Distiller von Brecon, sie erschwerten die Akzeptanz.
Wir mussten viele Barrieren einreißen.“

Nationale und internationale Vertriebspartner sind essentiell für den wirtschaftlichen Erfolg einer unabhängigen Brennerei. Sazerac Company, von ihr kommen die Buffallo Trace Fässer, vertrieb Penderyn in den USA, aber man war mit der Performance nicht zufrieden und wechselte zum Importeur ImPex, ein Spezialist für kleinere Produzenten, darunter die Hersteller Fukano, Kilchoman oder Gouden Carolus.


Einen weiteren Coup landete Davies. Seit Herbst 2019 vertreibt der größte unabhängige britische Getränke-Händler und -Hersteller Halewood Wines & Spirits Teile des Penderyn Portfolios in England, Scotland und Northern Ireland. Die Liverpooler sind keine Shareholder, aber mit der nordwalisischen Aberfalls Distillery Konkurrenten. Im florierenden Travel-Retail-Handel wird Haleybrooke International für Penderyn im amerikanischen Wirtschaftsraum neue Zugänge zu den Duty-free Shops schaffen. Der heimische Großhändler Castell Howells Foods, ebenfalls ein Shareholder von Penderyn, vertreibt die Produkte in Wales und englischen Südwesten. „Schlumberger ist für uns in Deutschland ein sehr wertvoller und erfolgreicher Partner,“ betont Giancarlo Bianchi, „denn für einen unabhängigen Whisky-Produzenten ist ein funktionierender Vertrieb für den wirtschaftlichen Erfolg essentiell.


Eine Basis für die Entwicklung von Penderyn schufen zahlreiche private Investoren (89), darunter Mitglieder des Managements sowie einige Mitarbeiter der Brennerei. Einen entscheidenden Anteil am Erhalt und Fortbestand der Brennerei hatte allerdings Nigel Vernon Short.


„2003 war ein kritisches Jahr, uns fehlte das Kapital,“

erinnert sich Davies.


„Der Zufall wollte es, dass der alte Vorstand auf der Suche nach potenten Inverstoren ein Londoner Finanzmakler entscheidende Hinweise gab.
Es gäbe da einen Waliser, der 1999 seine Unternehmung in der Stahlwirtschaft an Australier veräußerte und nach investiven Möglichkeiten suchte.“

Mit Nigel Short, er stammt zufällig aus Aberdare einem Nachbarort von Penderyn, kam 2003 eine dringend notwendige finanzielle Konsolidierung und Ruhe in das Unternehmen. Der im früheren Kohlerevier Cynon Valley geborene Nigel ging dort in die Boys' Grammar School und entfaltete sich zu einem erfolgreichen Geschäftsmann in der Stahlindustrie. Er beschäftigte über 1 500 Mitarbeiter in sechs verschiedenen Ländern.


„Nur mit Enthusiasmus war eine Brennerei bei den hohen Material-, Energie- und Personalkosten nicht zu führen.“ Doch vor dem finanziellen Engagement forderte Short eine Prüfung der Whisky-Qualität. Kein Geringerer als der Gründer der Scottish Malt Society Philip ‚Pip‘ Hills fällte das Urteil: „This is a very good spirit, not Scottish but unique.“ Penderyns Zukunft war gerettet.


Nigel Short Copyright Penderyn Distillery

Eine strategische Neuausrichtung schuf die Grundlagen für den wirtschaftlichen Erfolg. Der in der Region verwurzelte Unternehmer Short verdiente in der Stahlindustrie ein Millionenvermögen. Ihn überzeugte das Potenzial von Penderyn. Nigel Short ist mit rund zwei Dritteln der Anteile neben der Brauerei Bain der größte Shareholder und aktuell der Vorsitzende des Gesellschafterausschusses.


Kleine Notiz am Rande: Stephen Davies war in der ehemaligen Firma Short Bros. Development Ltd. eine tragende Führungskraft. Seit Ende 2004 leitet er die Geschicke der Brennerei. „Penderyn Whiskys standen in 60 Tesco-Läden und 80 Off-Licenses von Wales. Wir machten Werbung auf Bauernmärkten und auf der Royal Welsh Show…Penderyn wurde zur walisischen Marke.“ Aus wenigen 60000 Litern Jahresproduktion wurden 400 000 Liter.


Nigel Short spricht über die Pläne einer sustainable distillery in Penderyn.
Er wurde im Juni 2021 zum Commander of the Order of the British Empire ernannt. Short war unter den ersten Walisern, die einen elektrisch getriebenen PKW fuhren. Er betreibt eine 400 Acre ökologische Farm in Whitland -Pembrokeshire- und züchtet Schafe. Außerdem war er im walisischen Rugby-Sport engagiert.




Bis heute steigt die Nachfrage weltweit.


„2004 verkauften wir 50 000 Flaschen Penderyn Whisky, jetzt sind es fast 500 000,“

freut sich CEO Stephen Davies,


„wir arbeiten rund um die Uhr, sieben Tage die Woche. Wir möchten in drei Jahren 40 % unserer Whiskys exportieren.“

Größte Märkte sind Großbritannien, Frankreich, Deutschland und natürlich demnächst die U.S.A. Dort tourt derzeit Brand Ambassador Mike Wheeler mit der Penderyn Range von Whiskey Club zu Retail Shop: „Das feedback ist großartig.“


Neue Vertriebsnetze erschließt der ideenreiche Sales and Technical Director Giancarlo Bianchi für das unabhängige Unternehmen in Europa, Asien, Australien und Südafrika. Penderyn Distillery erreichte mit seinem „smoothest wysgi“ ein absolutes Alleinstellungsmerkmal in der Whiskyindustrie: es ist der Whisky mit einem ausgeprägten walisischen Charakter, Aur Cymru, den Laura, Aista und ihr Team nunmehr qualitativ selbst bestimmen.


Der frühere Steel-Supply-Manager Davies ist voller Ideen und blickt mit seinem Team zuversichtlich in die Zukunft: „In Planung sind zwei Craft-Distilleries, eine in Swansea und eine in Llandudno. In beiden werden wir mit weiteren Faraday Stills einen nicht-rauchigen und einen rauchigen Spirit destillieren.“ (Stand 2019)


Auf dem Gelände der größtenteils abgerissenen Hafod-Morfa Kupferwerke am Fluss Tawe entsteht nahe des Liberty Stadium eine Brennerei. Dort, wo einst über tausend Arbeiter im largest copperworks in the world ihr Einkommen verdienten, investiert Nigel Short in einem früheren Copper Mill Gebäude in eine Erlebnisbrennerei, die jährlich nach Covid weit über 50 000 Besucher begeistern soll.


Hafod-Morfa Kupferwerke am Fluss Tawe in Swansea. CEO Stephen Davies.

Im Rahmen des walisischen 20Twenty Business Growth Programmes flossen zwar 2019 EU-Gelder in die Renovierungsarbeiten. „Diese von der Stadtverwaltung verantworteten Tätigkeiten verzögern sich. Wir planen mit der Umsetzung unseres Distillery-Projekts jetzt 2022 oder gar 2023,“ hofft Giancarlo Bianchi. Die Auf- und Umbauarbeiten sind im vollen Gange. Heute spricht man werbend von 100 000 Besuchern jährlich. Der Ort ist glücklich gewählt, leicht erreichbar vom Stadtzentrum aus und große Freiflächen erlauben viele Parkplätze. Als weitere touristische Attraktion sollen eine Seilbahn und ein speed zip wire, die zum gegenüber liegenden Kilvey Hill führen, anlocken. Finanziert wird die Penderyn Whisky Distillery mit Zuschüssen des Heritage Lottery Fund in Höhe von 3,75 Millionen Pfund und den Gesellschaftern der Distillery in höhe von 4,2 Million Pfund.


Im größten nordwalisischen Badeorts Llundudno entstand 2021 in einem denkmalgeschützten Grade II listed Schulgebäude von 1882 ein weiterer Tourist Hot Spot.


"A £1.4 million Welsh Government grant from the ‘Tourism Investment Scheme’ and the ‘Food Business Investment scheme’ has made the vision of Penderyn’s new £5m distillery a reality," berichtet Business live im Mai 2021.


„Dort schreiten die Umbauarbeiten für eine zweite kleinen Distillery voran. In einer eins-zu-eins Kopie der Faraday Still brennen wir einen rauchigen Spirit,“ erklärte Chief Executive Stephen Davies trotz der Unsicherheiten des Brexits. „Wir hoffen, im Sommer 2020 mit der Produktion zu beginnen.“


Die Pläne wurden wahr. Seit 2021 produziert eine weitere Faraday Still einen rauchigen Welsh Whisky in der Lloyd Street Distillery. Bethan Morgans war die Comissioning Distillerin und Dafydd Pesic-Smith ist der Site Manager.


"Jährlich sollen 60 000 Touristen die Distillery erleben",


hofft CEO Stephen Davies.



Llundudno Lloyd Street Distillery. Peated Penderyn. Photos Copyright Penderyn Distillery.



"2.500 Liter Wash bringen uns hier 220 Liter Alkohol“,


erklärte Laura Davies.


Neil Quigley, Penderyn's Operations Director who oversaw the project; Bethan Morgans, the Comissioning Distiller, and Dafydd Pesic-Smith, the site manager in May 2021. Photo Courtesy of Penderyn Distillery.


Update Llundudno Juli 2022


  • Seit der Eröffnung besuchten 25 000 Personen die neue Brennerei.

  • Die Destillateure produzierten 45 000 Liter "pure alcohol"

  • Sie verarbeiteten 150 Tonnen gemälzte Gerste (rauchig)

  • führten 600 Master Classes durch


  • und verkauften über 10 000 Liter Alkohol


 

Swansea Distillery Project


Mittlerweile entwickelt sich Penderyn mit der zweiten Distillery in Llundudno und der dritten Anlage in Swansea zu einem der größten Spirituosenkonzerne in Wales. Im Januar 2023 sollen nach Aussagen von CEO Stephen Davies die Stills in den ehemaligen Copperworks von Swansea den ersten Spirit destillieren. Rund 400 000 Liter reiner Alkohol werden dort jährlich produziert. Das ist die doppelte Menge der Mutter-Brennerei in Penderyn.


Die Zahl der Mitarbeiter in den Manufacturing- und Tourist-Bereichen wird auf 115 bis 120 Mitarbeiter anwachsen.


2020 erreichte das Team einen Umsatz von 20 000 000 Pfund.

Der größte Absatzmarkt ist mit einem jährlichen Wachstum von 32 % Frankreich. USA und Deutschland folgen mit 30 000 Flaschen jährlich.



Siehe ausführlich das Interview mit CEO Stephen Davies bei Sky News




 


Distillery Facts Penderyn (2020)


  • Gegründet 1998 The Gwalia Distillery. The Welsh Whisky Co Ltd


  • The New Welsh Whisky Distillery Ltd, Dezember 1999

  • Penderyn Distillery 2000

  • Distillery Manager: Laura Stevens, seit 2006

  • Master Blender: Dr. James Swan (bis 2017) zusammen mit Aista Jukneviciute

  • Erstes Destillat: September 2000 aus der Faraday Still,

  • die wash stammte in den Anfangsjahren ausschließlich von der Bains Brewery in Cardiff (ab 2014 lauern sie ihre eigene Würze)

  • Erweiterung 2013 zweite Faraday Still

  • 2500 l Kessel, zwei Kolonnen mit Vorlage aus Glas, neue mit traditionellem spirit safe

  • Erweiterung 2014 mash tun, fermenter, zwei lantern shape pot stills

  • Wasser: eigener 50m tiefer Brunnen, weiches Wasser

  • Mälzerei: Muntons plc, England. Darunter Gerstensorten wie Golden Promise oder Optic.

  • Mühle: Vier Rollen, seit 2014

  • 70 % 20% 10%

  • Läuterbottich: Forsyths 1,5 t,

  • Wasser 6 000 l 64 °C, 78 °C, 90 °C

  • Gärtanks: sechs aus Stahl, geschlossen, Vergärung drei Tage, zwei Hefestämme, darunter Anchor Dried Yeast, ca. 72 h

  • Rohbrandblase 2 500 l, 7h 30‘, low wines 17 bis 20 % vol

  • Feinbrandblase 1 700 l, 5-6h, foreshots 30‘, middle cut 76 bis 70 % vol, Spirit Ø 74 % vol

  • spirit flow 3-4 l pro Minute, pro t Malz 400 bis 405 l reiner Alkohol

  • Fasslager in Hirwaun, rund 10 000 Fässer vorwiegend Bourbon- und Madeira-Fässer, aber auch andere Fasskulturen insbesondere Port Pipes.


"The distillation and maturation process at Penderyn produces a whisky that has a smooth, unique style and is easy to drink, delicate and full of flavour,’

sagte Dr Jim Swan.



Die Abfüllung erfolgt am Ort der Reifung.
14 000 Fässer ruhen in den Lagerhäusern in Hirwaun (Stand Mai 2022).


Werbung: Penderyn Nr. 8 Hiraeth


Press Release 10 DECEMBER 2021


"Our CEO Stephen Davies appeared on SKY news this morning. He talked about our new bottle, Hiraeth, which is the 8th in the Icons of Wales series. Stephen defined the largely untranslatable word, ‘Hiraeth’ which the BBC’s Roy Noble described as,




“…a longing for your homeland, your heritage and your very being”


Stephen talked about delays in producing this bottle with bottle supplies, case supplies and transport issues. This means we only have a small amount of stock in our Brecon Beacons and Llandudno distillery shops. It will appear on our Online Store as soon as we have another supply.

This whisky is an ex-Bourbon cask finish and is bottled at 46% abv, and the first time Penderyn have released a core range single malt using mainly spirit from the pot stills we introduced in 2014."



Tasting Notes


Nose: Elegant and floral with light oak notes, vanilla, raisins, toffee apples, citrus peel and a hint of lime.

Palate: A delicate smooth single malt with honeyed fruits, vanilla, cinnamon spice and a hint of nutmeg.

Finish: Soft honey and vanilla notes fade to a malty finish.



The Welsh language is one of the oldest in Europe and one of the most evocative Welsh words is ‘Hiraeth’, which Penderyn celebrate with this Icon of Wales edition, which is number 8 in the series.



So what does this word ‘Hiraeth’ mean?


Well, it’s not easy to translate into English, which means it has a sort of magical quality. Some definitions include, ‘belonging’, ‘homesickness’, ‘regret’, ‘nostalgia’, ‘wistfulness’ or a ‘yearning for a home to which you cannot return’, or indeed ‘for a home which may have never been’. Another definition is ‘A sense of loss for an ancient land,’ as Wales was a dynamic and flourishing country in medieval times. Penderyn are proud to be a Welsh company and part of the renaissance in Welsh manufacturing in a country which is increasingly becoming more optimistic.



Hiraeth is a powerful word, especially to the Welsh people around the world, and as Penderyn is now in over 48 countries it seemed a perfect ‘Icon’ to celebrate Wales and ‘Welshness.


"Das ist der erste Penderyn, der nicht mit den einzigartigen Faraday Stills produziert wurde.
Das ist der erste Penderyn, der nicht mit den einzigartigen Faraday Stills produziert wurde.

hebt Andrea Caminneci, Teamleiter Brand Management Spirituosen vom deutschen Importeur Schlumberger, hervor.


Aromen: elegant, blumig, Eichenholz, Vanille, Rosinen. Toffee, Äpfel, Limettenzeste, Honigartige Früchte, Zimt und ein Hauch Muskatnuss."

Der Icon of Wales No. 8 Hiraeth reifte in Buffalo Trace Bourbon Barrels und STR Casks - Shaved, Toasted, Recharred -. Der größere Anteil des Vattings setzt sich aus Penderyn Whiskys zusammen, die Stillmen zweifach in den beiden neuen Pots Stills aus der eigenen Wash doppelt destillierten sowie aus Whiskys, die aus der Faraday Still mit den Rektifikationssäulen kamen und in STR Casks heranreiften. Wie lange dies geschah, darüber werden keine Angaben gemacht.



 

Brecon Beacons. Touring and Hiking.


Zu empfehlen Wandern in den Brecon Beacons und in Bro'r Sgydau, dem Waterfall Country rund um Penderyn. Der Ploughman's Lunch mit einem Penderyn Single Cask Whisky im Red Lion Inn aus dem 12. Jhd. schmeckt nach einer Wanderung ausgezeichnet.





 

Erstmals veröffentlicht in der Spring Edition 2020,

Double click


 

Einen detaillierten fotografischen Rundgang durch die Brennerei

erlaubt The Gateway to Distilleries


 

Zum Autor

Ernie - Ernst J. Scheiner ist der Herausgeber des Portals The Gateway to Distilleries www.whisky-distilleries.net Er dokumentiert über 150 Destillerien fotografisch von innen und beschreibt detailliert die Produktion der Whiskies. Seit seinem Studium an der University of Edinburgh befasst er sich mit dem Thema Whisky und publiziert in Fachmagazinen

wie Das Irland Journal, die Kleinbrennerei, Whisky Passion und The Highland Herold. Features und Stories erschienen in den Blogs whiskyexperts, whiskyfanblog und whiskyintelligence. Als Leiter der VHS Ingelheim führte, und nun als Whisk(e)y-Botschafter leitet er Destillations-Kollegs, Studienreisen und Whisky-Kultouren zu den Quellen des Whiskys.



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