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  • AutorenbildErnie - Ernst Scheiner

Dingle. The Making of Whiskey

Aktualisiert: 24. Apr. 2023



Dingle, die westlichste Brennerei Europas


automatic translation


First published in the Irland Journal, 2015


Updated February 2023



Geboren wurde die Idee einer neuen irischen Destillerie in Dublins Temple Bar District. Im Mai 1996 eröffneten Oliver Hughes und Liam LaHart ihre erste kleine Bierbrauerei und brauten nach traditionellen Rezepten jeweils drei Stouts, drei Lagerbiere und drei Ales. Ihre bahnbrechende Geschäftsidee gab ihnen Recht, denn 1999 kam das weltbeste Ale aus der ersten unabhängigen Brauerei Irlands.


Die Porterhouse Brewing Company entwickelte sich zu einer wirtschaftlich sehr erfolgreichen Gruppe mit vier Pubs in Dublin, einer in Londons Covent Garden und einer in New Yorks Manhattan. Ein Jahresumsatz von 34 Millionen Euro garantiert 350 Arbeitsplätze.


Das Stillhouse ist sehr kompakt. Alle Produktionsteile liegen sehr eng beieinander.
Eine Erweiterung der Kapazität sowie eine Neugestaltung der Brennerei sind vorgesehen.


Der Grundstein war gelegt, denn wer Bier brauen kann, der ist auch in der Lage Whiskey zu destillieren, ist doch der Gerstensaft seine Ausgangsbasis, dachte sich der rührige Oliver Hughes, der leider im Juli 2016 im Alter von 57 Jahren verstarb.


Der Unternehmer, Bierbrauer und Initiator wählte den abgelegenen westirischen Ort Dingle, weil er ihm vom Familien-Urlaub bekannt war. Er schätzte die Ruhe, die Landschaft, das atlantische Klima und die Menschen. Die Brennerei sollte Arbeitsplätze in die Region bringen.


In dem schottischen Whisky-Experten John McDougall fand er einen kongenialen Partner zur Verwirklichung seiner Idee einer irischen Whiskey-Distillery. Der legendäre McDougall blickt selbst auf ein langes Engagement in der Whiskybranche zurück, war er doch in der Produktion oder als Manager bei Balvenie, Ladyburn, Laphroaig, Springbank oder Tormore tätig. John ist wohl einer der wenigen Brennmeister, die sowohl schottischen Whisky und irischen Whiskey wie auch englischen Gin destillierte.



The Dingle Peninsula


Westlich von Dingle, Co. Kerry, fanden sie in Milltown in der ehemaligen Fitzgerald Sägemühle einen idealen Produktionsort.


„Im milden Golfstrom-verwöhnten Klima, in dem bekanntlich die irischen Whiskeys besonders gut reifen, wird unser Dingle Whiskey seinen überzeugenden Charakter erhalten,“

hoffte Oliver Hughes. Die Produktionsanlagen wurden von John McDougall in Zusammenarbeit mit Forsyths aus dem schottischen Rothes, Speyside, entworfen. Die berühmten Kupferschmiede schmiedeten in Handarbeit die Brennblasen, drei für die Destillation von Getreidebrand und eine für die Herstellung von Gin oder Vodka. Angeliefert wurden sie im Frühsommer 2012.


Oliver Hughes is speaking during the Opening Ceremony. Photo Courtesy of Dingle Distillery.


Zusammen mit dem Head Brewer und Founder von Porterhouse, Peter Mosely, begannen sie am 7. Oktober 2012 den ersten Gin in einer speziellen Brennblase, Oisín genannt, zu brennen. Neun Pflanzen und Kräuter der Region, darunter Eberkirsche, Eibe, Fuchsia, Heide, Kerbel, Weißdorn, Koriander und Engelwurz schaffen eindrucksvolle Aromen. Der Dingle Original Gin wurde bereits zu Weihnachten 2012 vermarktet. Die schnellen Absätze versprachen eine Finanzierung der Ausgaben für das Brennen von Malt und Pot Still Whiskey. Die kleine Gin-Still erlaubt auch das Brennen von Wodka. Eine weitere Schwesterbrennblase erlaubt diesen Stillmen die Produktion in größeren Mengen.



Oliver Hughes and John McDougall. Photo Courtesy of Dingle Distillery.

Etwas länger dauerte es bis der erste dreifach gebrannte Single Malt aus irischer Gerste in den Spirit Safe (Donnerstag, den 29. November 2012) sprudelte.


„...the sprit is great and the whiskey will be liquid magic!“

frohlockte John seinen New Make, sein neu-geborenes Kind. Fruchtige, malzige Aromen verbinden sich mit einer angenehmen Süße und Cremigkeit. Das Herzstück der Spirit Still kommt auf eine durchschnittliche Alkoholstärke von 72 % vol. und überzeugt ebenfalls durch seine Reinheit.


In einer typisch irischen aus Holz aufgebauten Mash Tun läuterte das junge Team aus gemälzter Gerste eine Würze, die in fünf hölzernen Washbacks nach 72 Stunden Gärzeit in ein fruchtiges Beer mündete. Das junge Team destillierte es dreifach in indirekt beheizten Swan Neck Pot Stills, die in Schottland in Kupferschmiede von Forsyths dengelten.


Die Low Wines und die Spirit Still wurden mit einem Reflux Ball versehen, die den Sprit reiner machen und schoflige Aromen binden. Der wünschenswerte Effekt sind weicherer, aber dennoch wegen der abfallenden Lyne Arms komplexe Destillate. Das Produktionswasser sprudelt aus einem 70 Meter tiefen Brunnen. Das Malz der Sorten Concerto und Laureate liefert der Monopolist Bord Malt - Minch Malt.


Die Pot Still Whiskeys werden aus einer Mischung von 70 % ungemälzter und gemälzter Gerste dreifach destilliert. Die jährliche maximale Brennleistung der drei Pot Stills erreicht ungefähr 170 000 Liter reinen Alkohol. Weitere Fakten zur Herstellung siehe am Ende des Artikels.



Seit dem Neubau der Midleton Distilleries im Co. Cork durch die Irish Distillers Group, einem Zusammenschluss von Cork Distillers, Jameson & Son und Power & Son (Bushmills gehörte von 1972 bis 2005 ebenfalls dazu) im Jahre 1975 ist die Dingle Distillery die erste wirklich neue Destillerie auf der grünen Insel.


Die damals einzige unabhängige irische Micro-Brennerei wetteiferte mit den Irish Distilleries der Global Players: Bushmills (Diageo), Cooley und Kilbeggan (Beam Inc) und Midleton (Pernod-Ricard). Waren doch Letztere das tragische Überbleibsel einer einst so großen Whisky-Vielfalt. 1837 produzierten 90 Brennereien zweifach oder dreifach destillierte Getreidebrände aus ungemälzter und gemälzter Gerste, Hafer, oder aus 100% Gerstenmalz mit oder ohne Rauchnoten.


Mittlerweile sind im Jahre 2023 zahlreiche größere und kleinere Brennereien hinzugekommen. Die von Dr. John Teeling mit der Cooley Distillery ausgelöste Irish Whiskey Renaissance zeigte einen fulminanten Aufstieg des Irish Whiskey. Überall auf der Grünen Insel sprießen Distilleries. Ein Ende des Booms ist nicht. abzusehen.


Geplant war eine jährliche Produktion von etwa 100.000 Flaschen Single Malt, die 2023 wieder

erreicht wird.


Geplant waren Releases Dingle Green und Dingle Gold (nicht mehr aktuell). Sie sollten erst in vier oder fünf Jahre in einem „Dunnage Warehouse“ reifen bevor sie marktfähig würden.


Die ersten fünfhundert Fässer waren den Founding Fathers of Dingle vorbehalten, die mit dem Kauf eines Bourbon-, Sherry- oder Portweinfasses den finanziellen Grundstein dieser neuen irischen Destillerie legten.




Oliver Hughes versprach denn auch, alle Founding Fathers zu einem jährlichen Meeting in die Dingle Distillery einzuladen.


Der zertifizierte Brau- und Brennmeister Peter Mosley führte zunächst mit einem Team von vier Kollegen die Produktion von Gin, Vodka und Whiskey aus:


"We have always had quality over quantity at the forefront of our thoughts. We never had any interest in distilling enormous quantities of bland whiskey. We understand and respect the concept, it just wasn’t for us! We are hugely passionate about flavoursome, well-crafted spirit. Our spirits are proudly distilled in Dingle, Co. Kerry on Ireland’s Wild Atlantic Way."


First Release


Die Originalabfüllung des Single Cask 2 Inaugural Release, destilliert am 18. Dezember 2012 und abgefüllt am 19. Dezember 2015 war eine Überraschung. Mittlerweile erzielt eine 60,8 % vol kräftige Dingle Single Malt Dumpy Priest's Bottle von 252 aus einem Bourbon Barrel vierstellige Euro-Preise.


In einem milden atlantischen Klima reifen die meisten Dingle Whiskeys in über 5 000 Fässern in Bonded Warehouses im nahegelegenen Ballinaboula Industrial Estate. Patrick Foley ist dort seit 2018 der Warehouse Manager.



Special Releases


The Sons & Daughters of Dingle Series präsentiert ausgewählte Whiskeys, die in besonderen Fasskulturen heranreiften. Der im Foto folgende triple distilled malt spirit lag für drei Jahre und einen weiteren Tag in einem winzigen 25 Liter Virgin Cask aus europäische Eiche. Der Ertrag liegt bei 42 Flaschen und wurde 2019 von der deutschen Händlerin Mareike Spitzer Irishwhiskey.de abgefüllt. Der jährliche Angles' Share war höher als 2 % des Füllvolumens. Die dunkle Cognac-ähnliche Farbe ist das Ergebnis der getoasteten Dauben wie auch des intensiven Sauerstoffaustauschs und der dadurch bedingten Oxidationsprozesse. Da keine Vorbelegung des Fasses die Tannine des Eichenholzes minderte ist die Würze des Whiskeys prominent. Abgefüllt wurde der European Oak mit 46,5 % vol. Selbstverständlich ist er nicht mit E150a gefärbt, noch kühlfiltriert.


Der Sons & Daughters of Dingle gilt als Sammlerobjekt

New Dingle Standard


Im April 2019 erschien der neue Meilenstein, den bis dahin wurden Dingle Whiskeys nur in kleinen Batches angeboten. Der neue Standard Dingle Single Malt reifte in Pedro Ximénez Casks (61%) und in First Fill Bourbon Barrels (39 %). Es wurde ein Vatting-Rezeptur aus sechs bis sieben Jahren alten Whiskeys, das der neue Distillery Manager Graham Coull komponierte. Coull wechselte im Oktober 2019 nach 14 Jahren überraschend von der Speyside Distillery Glen Moray, wo er als Manager und erfolgreicher Blender für Label Five tätig war, zur einsamen atlantischen Westküste Irlands.


Abgefüllt wurde der Triple Distilled Irish Whiskey mit 46,3 % vol. am Ort der Destillation.


Photo Courtesy of Dingle Distillery.


Das neu zu errichtende Besucherzentrum sollte nach den Plänen von 2021 mit einer Investition um 7 Millionen Euro in der strukturschwachen Region etwa 60 neue Arbeitsplätze schaffen. Für 2023 wird laut Managing Director und Porterhouse Development Director Elliot Hughes eine Produktion von 100 000 Flaschen Dingle Single Malt angestrebt.


Samhain

Am irisch-keltischen Festtag Samhain - 1. November 2022 - präsentierte der Distillery Manager Graham Coull einen neuen Whiskey.


Zum zehnjährigen Jubiläum der Dingle Distillery kredenzte der Schotte einen Single Malt, der zunächst für fünf Jahre in Bourbon Barrels reifte, um ihn danach für weitere zwei Jahre in einem Finish in andalusischen Süsswein-Moscatel Fässern der Bodega Fernando de Castilla aus Jerez mit weiteren Aromen zu prägen. Rund 10 000 Flaschen kamen ohne Kühlfiltierung und künstlichen Färbung mit 50,5 % vol in den weltweiten Handel.


We are excited to reveal the Dingle Samhain Single Malt Whiskey, inspired by the ancient Irish celebration of Samhain.
Celebrated in Ireland for over 2000 years as well as annually in Dingle and across the land, this release distils a core part of our heritage.
This is the first whiskey in our new Wheel of The Year series and is steeped in the traditions of times past that we intend to honour and pay tribute to.
We are proud to introduce this latest edition to our Dingle family and believe this limited-edition is one that whiskey lovers and collectors won’t want to miss.

betonte CEO Elliot Hughes.




Photo Courtesy of Dingle Distillery.


New on the shelve Lá le Bríde Single Malt Whiskey


Die zweite Veröffentlichung in Dingles Wheel of the Year-Reihe reifte eine nicht genannte Zeit in First-Fill-Bourbon-Fässern und wurde für ein unspezifisch „langes“ Finish in First-Fill-Rye-Fässern gelegt. Der dreifach destillierte Single Malt wird ohne Altersangabe mit 50,5 % Vol. abgefüllt.


Thematisch folgt die Dingle Brennerei mit dieser Abfüllung dem Vorläufer Samhain (siehe oben) den keltischen Festtagsriten: IMBOLC markierte den 1. Februar. Das Fest fiel auf den zweiten Vollmond im keltischen Jahreszyklus.


Der Frühling beginnt und erinnert an die keltische Göttin Lá le Bríde auch Breo Saighit genannt wie wohl ihr christliches Nachfolgependant Saint Brigid oder Brigade von Kildare. Die Christen feiern indirekt am 2. Februar Mariä Lichtmess und knüpfen so an keltisches Gedankengut an.


NB: In Frankreich feiern sie in der christlichen Modifikation der ererbten gallisch-keltischen Mythologie das Kerzenfest la Chandeleur mit dem Backen der crêpes, dem Symbol für die aufgehende Frühlingssonne.



Photo Courtesy of Dingle Distillery.


Aktuelle Änderungen. Erweiterung geplant


Ein Neu- und Erweiterungsbau wird die Whiskey-Produktion für einige Monate stoppen. Sie soll zukünftig eine Jahresproduktion von 470 000 Litern ermöglichen. Gin und Wodka sollen weiterhin in den Warehouses destilliert werden.


Probleme mit der Baugenehmigung durch das Kerry Council gab es Ende 2021. Sie gab zwar grünes Licht, doch Einsprüche und Einwände der Anlieger verhinderten den Baubeginn.


Die Behörde prüft und erteilte noch keine definitive Baugenehmigung.


Details hierzu



 

The following technical details

were kindly given to Ernie by John McDougall in 2012:


"Production water deep well, 74m, soft water

Cooling water deep well, 74m

Size of two mash tuns 1 tonne each

Weight of grist 900 kgs.

Mashing time 30 mins.

Washback capacity 5,000 litres collected

Type of yeast dried Yeast

Fermentation period Min. 48 hours

Wash still capacity 5,000 litres to charge level

Heating system stainless steel coils, steam-heated

Low wines average alcohol strength 25% abv

Intermediate still size 1,970 litres to charge level

Heating system stainless steel coils, steam-heated

Average alcohol strength of middle cut 60 % abv low cut

Spirit still capacity 2,700 litres to charge level

Heating system stainless steel coils, steam-heated

Average strength of new make 72% abv

Character of new make sweet, fruity, malty and creamy

Cask filling strength 63.5% abv

Warehouse type currently dunnage"


First samples of the particular Founding Fathers' casks.
 

Importeur für Deutschland


Kirsch Import

tel:+494206305360


 

Whiskey and more. Was ist was?


Woher kommt das Wort Whiskey?

Wohl erstmals 1618 erwähnt, leitet sich das Wort vom Gälischen uisge beatha ab und bedeutet Wasser des Lebens. Es ist die früher gebräuchliche Übersetzung des Alchemisten-Latein aqua vitae.


Aus der im Englischen früher üblichen Schreibweise usqebaugh ergab sich whiskybae bzw. uiskie und daraus whisky.


Die irische Bezeichnung whiskey ist jedoch nicht etymologisch begründet. Sie wurde von Dubliner Distilleries Ende des 19. Jhd. als ein Marketinginstrument eingeführt, um sich von den ländlichen Herstellern und deren "minderwertigen" Whiskies abzuheben. Später sollte sich der irische Whiskey allgemein, nicht nur durch die Schreibweise, bewusst vom damals wohl aus der Sicht der Iren „schlechteren“ schottischen Whisky unterscheiden. In den Annals of Clonmacnoise (nur eine englische Übersetzung) wurde erstmals schriftlich 1405 von den negativen Wirkungen des aqua vitae berichtet. Beide Schreibwiesen existieren heute, z.B. bei den Brennereien Waterford und Blackwater.


Single Malt Irish Whiskey

Aus 100% gemälzter Gerste im Pot Still-Brennverfahren zweifach oder dreifach gebrannter Whiskey. Er stammt nur aus einer Distillery.


Pure Pot Still Irish Whiskey oder Traditional Irish Pure Pot Still

Aus 60 % ungemälzter und einem geringeren Teil 40 % gemälzter Gerste (oder ähnlich) im Pot Still-Brennverfahren zweifach oder dreifach gebrannter Getreidebrand, der zwar heute typisch für Irland, jedoch eine nicht geschützte Bezeichnung ist. Seit 2011 versucht die Irish Distillers Group, diese Bezeichnung von der Europäischen Union schützen zu lassen. Wegen Markenrechten in den USA ist den Iren die Verwendung der Bezeichnung PURE POT STILL untersagt. Sie beschränken sich seither auf die Produktbezeichnung Pot Still Whiskey. Dieser kann sowohl nicht rauchig, als auch rauchig sein.


Single Grain Irish Whiskey

Aus verschiedenen Getreidearten wie Mais oder Weizen mit einem kontinuierlichen Brennverfahren in einer Coffey Still hergestellter Whiskey. Er stammt nur aus einer Distillery, während ein Blended Grain Irish Whiskey aus zwei oder mehreren irischer Brennereien kommen kann.


Blended Irish Whiskey

Ein Verschnitt aus Grain-Whiskeys, Pot Still Whiskeys und/oder Single Malt Whiskeys verschiedener oder gleicher Brennereien aus Irland. Beispiel Jameson. Wird in der Regel in dieser Art nicht so deklariert.


Blended Malt Whiskey

Ein Verschnitt aus Single Malt Whiskeys verschiedener Destillerien aus Irland und/oder Schottland. Er knüpft an eine vorwiegend während des 19 Jhds. im United Kingdom übliche Verfahrensweise an.


Age - Alter

Nach dem Irish Whiskey Act von 1980 und den neuen


TECHNICAL FILE SETTING OUT THE SPECIFICATIONS WITH WHICH IRISH WHISKEY/UISCE BEATHA EIREANNACH/IRISH WHISKY MUST COMPLY von 2014


muss irischer Whiskey in der Republik Irland oder in Nordirland aus einer Getreidemaische destilliert werden und dort in der Summe mindestens drei Jahre in Holzfässern („wooden casks“) gelagert sein bevor er zum Irish Whiskey/ Whisky wird.


Weitere Informationen siehe hier



 

Looking Back. Dingle's Initial Press Release in 2014


PR:The First Independent Purpose Built Distillery for Whiskey to Begin Distilling in Dingle for the First Time in Ireland in Over Two Hundred Years.


The Dingle Distillery has begun production gin and vodka at the site of the old Sawmills in Dingle Co. Kerry. Distilling began on Sunday 7th October and whiskey will commence mid November. The distillery is the latest venture by the Porterhouse Brewing Company Ireland’s largest Independent brewery which pioneered craft brewing in Ireland. The project has been in development for the last three years. The Dingle Whiskey Distillery is the first purpose built distillery for a new whiskey, built in over two hundred years in Ireland which for the Dingle community means creation of up to twenty jobs at the distillery and at the eventual visitors’ centre.


Given the market interest in Irish whiskey timing could not have been better. To mark this historic occasion the first five hundred cask are been offered to individuals with character. Owners of the first five hundred casks will be known as The Dingle Founding Fathers. The Founding Fathers brings together a community of people worldwide, to be part of something totally unique and something that will never happen again.


Cask owners will have the opportunity to choose their own cask for their whiskey to mature in. Single malt, single cask, single person! Commenting on the project, Co Founder Oliver Hughes said “The Porterhouse has always tried to do something different-only dead fish go with the flow. This strategy has proved invaluable to us since we started in 1989. Craft beers are now booming and we were the originators of craft beer in Ireland and now we are entering artisanal distilling.”


In the eighteenth century there were 1,200 distilleries in Ireland alone and Irish whiskey became a premium spirit in Britain and US but the action of the US Administration in banning alcohol proved fatal to the Irish whiskey market. The reputation of Irish whiskey became tarnished when the bootleggers’ versions were brought about during prohibition. By 1966, distilling in Ireland had been so badly damaged that three of the surviving distilleries were forced to merge. Times have now changed and the whiskey market is booming. Irish whiskey accounts for over 20% of the world market.


The Porterhouse Brewing Company was born in May 1996 when Oliver Hughes and Liam LaHart bought a premises in Temple Bar, where Dublin’s first microbrew pub was eventually installed. Producing three stouts, three ales and three lagers, the pub grew to become one of the most popular and talked about bars in Ireland and winning the award for the best stout in the world, beating off well known competitors to have their Plain Porter take the famous title for 1998/1999.


It was bestowed on them again for the same stout last year, an achievement which is highly unusual for any stout to win such a prestigious accolade twice. Now housing six bars, four in Dublin, one in Covent Garden, London and the Fraunces Tavern near Wall Street New York which is the oldest Tavern in Manhattan. President George Washington frequented the Fraunces Tavern and bade farewell to his officers there after the revolution. The group also consists of three tapas bars with a fourth in the pipeline for Covent Garden London later in 2012, a brewery and bottling line which produces the equivalent of seventeen million pints and now the Dingle Distillery. The company has a turnover of €34 million and currently provides full and part-time employment for three hundred and fifty staff.


Peter Mosley who is the head brewer at the Porterhouse with a Masters in brewing and distilling is leading the production team which also involves John McDougall. John is the only man alive to have distilled all five styles of Scottish Whisky, Irish Whiskey and he also designed and distilled Plymouth Gin. According to Mr Mosley when asked about the project, “A lot of people don’t realise, that whiskey is distilled beer. I’m looking forward to the interaction and working with the legend that is John McDougall.”


The gin and the vodka will be primarily for the export markets. The Porterhouse currently exports beer to North America, Scandinavia, Spain, Italy and Canada. In order to maximise production the group is seeking a premises to move the brewing facility in order to keep up with demand.


Since the application process was initiated for the distillery three years ago, it has been noted that up to twenty applications for independent distilleries have been lodged. The Porterhouse has led the way for craft beer in Ireland for sixteen years and now they are doing the same for whiskey." End of Press Release.

Updated February 2023


Update 2023

Mittlerweile destillieren in Ireland nach Angaben der Irish Whiskey Association über 40 Distilleries Whiskey. Sie wurden zu einem wachsenden Wirtschaftsfaktor und schufen viele Arbeitsplätze.


"Irish whiskey industry 2022

• Over 40 distilleries

• Over 100 million LPA production

• 3.5 million casks maturing

• Over 13 million cases sold"

Source IWA


Irish Whiskey is booming


Jameson und Tullamore sind die Pacemakers. Die Distilleries Bushmills, Westcork, Teeling setzen mit ihren Produkten Leuchtzeichen. Diageo ist mit George Roe zurück im Geschäft. Die Diversität nimmt mit schnellen Schritten zu: Boann, Blackwater, Great Northern und Shortcross markieren mit ihren Whiskey Varianten die aktuellen Veränderungen.


Irischer Whiskey brennt tatsächlich. Die Verkaufszahlen steigen nach wie vor pro Jahr zweistellig. Whiskey steht in den Regalen der USA (41,1 % des Gesamtumsatzes). In Europa genießen immer mehr Konsumenten die irischen Whiskey Sorten (26,2%). Auf den asiatischen und afrikanischen Märkten sowie in der ganzen Welt tummeln sich irische Marken in den Shops, Bars und Restaurants. Trotz Corona wuchs der Umsatz laut der Irish Whiskey Association von 2020 bis 2021 um 21 %. Weltweit verkauften die Importeure rund 14 Millionen Nine-Litre-Cases. Zum Vergleich 2010 waren es weniger als fünf Millionen, als es nur vier Destillerien - Midleton, Bushmills, Cooley, Westcork - auf der Grünen Insel gab. Bis jetzt sind es dreiundvierzig. Der Brennerei-Bau-Boom setzt sich stetig fort.



Januar, 2023. "Drinks Ireland hat den Bericht „Exports Performance and Prospects 2022/2023“ von Bord Bia begrüßt, aus dem hervorgeht, dass die Getränkeexporte gegenüber dem Vorjahr um 22 % gestiegen sind, was einer Wertsteigerung von 25 % gegenüber dem Niveau vor der Pandemie (2019) als Sektor entspricht zeigte eine „außergewöhnliche“ Erholung und jetzt Wachstum.

Der Bericht zeigt, dass die irischen Getränkeexporte im vergangenen Jahr 119 Märkte auf der ganzen Welt erreichten. Nordamerika ist nach wie vor der wichtigste Exportmarkt und macht 52 % der Gesamtexporte mit knapp 1 Milliarde Euro aus. Auf die EU entfielen 21 % der Exporte und das Vereinigte Königreich ist trotz Brexit weiterhin ein starker Markt, auf den 14 % der Exporte entfallen.

Diese Leistung wurde durch das starke Wachstum des Werts der Exporte von irischem Whiskey und irischem Sahnelikör angetrieben, der um 14 % auf 448 Millionen Euro stieg. Sowohl Irish Whiskey als auch Irish Cream Likör gehören zur Premium-Kategorie. Das Wachstum der irischen Whiskey-Exporte aus der Republik Irland stimmt mit einem separaten Bericht überein, der heute von der Irish Whiskey Association veröffentlicht wurde und zeigt, dass der Exportwert der gesamten Insel für irischen Whiskey im Jahr 2022 zum ersten Mal 1 Milliarde Euro überstieg.

Die Erholung der irischen Bierexporte um 19 % und das Aufkommen der Ready-to-Drink-Kategorie (RTDs) in Irland ergänzten dieses Wachstum. Die Bierexporte liegen immer noch unter dem Niveau vor Covid-19, da diese Kategorie stark von der Schließung des Gaststättengewerbes betroffen war."

Quelle Drinks Ireland, 11. Januar 2023


The Wild Atlantic Way. Dingle Peninsula.
 

Stroll around Dingle Distillery at The Gateway to Distilleries and enjoy lots of photos, please click photo:



Zum Autor

Ernie - Ernst J. Scheiner ist der Herausgeber des Portals The Gateway to Distilleries www.whisky-distilleries.net Er dokumentiert über 150 Destillerien fotografisch von innen und beschreibt detailliert die Produktion der Whiskies. Seit seinem Studium an der University of Edinburgh befasst er sich mit dem Thema Whisky und publiziert in Fachmagazinen

wie Das Irland Journal, die Kleinbrennerei, Whisky Passion und The Highland Herold. Features und Stories erschienen in den Blogs whiskyexperts, whiskyfanblog und whiskyintelligence. Als Leiter der VHS Ingelheim führte, und nun als Whisk(e)y-Botschafter leitet er Destillations-Kollegs, Studienreisen und Whisky-Kultouren zu den Quellen des Whiskys.


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